Die größte Oppositionspartei, die sozialdemokratisch orientierte Sozialistische Partei (PS), die noch bis Juni das ärmste Land Westeuropas regiert hatte, kritisierte die Sparmaßnahmen als „überzogen“ und enthielt sich geschlossen der Stimme. Die Vertreter der linksgerichteten Parlamentsparteien votierten alle gegen den Etat. Der Haushalt soll am 30. November endgültig verabschiedet werden.

Bediensteten des Staates, die mehr als 1000 Euro im Monat beziehen, sollen unter anderem in den nächsten zwei Jahren das 13. und 14. Gehalt gestrichen werden. Auch soll die Mehrwertsteuer auf mehrere Waren und Dienstleistungen auf den normalen Satz von 23 Prozent angehoben werden.

Als Gegenleistung für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds muss Portugal in diesem Jahr das Haushaltsdefizit auf 5,9 Prozent senken. Infolge der Sparbemühungen wird die Wirtschaft nach Regierungsschätzung dieses Jahr um 1,9 und 2012 sogar um 2,8 Prozent schrumpfen.