Von Lydia Schauff

Allergiker sollten am Wochenende ihre Medikamente griffbereit haben, rät Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin: „Die Pollenkonzentration der Erle könnte sich verdoppeln.“ Dass das sonnige Wetter zurückliegender Tage für Pollenflug sorgt, ist auch in der Cottbuser Apotheke am Klinikum leicht spürbar. „Die Ersten kommen schon, weil sie allergische Symptome haben“, sagt Inhaberin Antje Wienhold. Bleibt das Wetter weiter freundlich, dürfte die Nachfrage nach Allergie-Medikamenten schnell zunehmen. Von 52 Usern, die sich an einer Kurzumfrage auf lr-online.de beteiligt haben, gaben 21 – das sind 40,38 Prozent – auf die Frage, ob der Pollenflug schon spürbar ist, an: „Ja, es geht schon los. Die Augen jucken und die Nase läuft. Aber noch ist es aushaltbar.“ 17 Teilnehmer gaben an, nicht auf Bäume und Gräser zu reagieren.

„Im Westen, Südwesten, Norden und innerhalb städtischer Wärmeinseln stiegen infolge milder Temperaturen und zeitweiligen Sonnenscheins die Pollenkonzentrationen rasch von unbedeutend auf ein ‚satt’ mittleres Konzentrationsniveau“, heißt es von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Uta Rabe, Chefärztin und Leiterin des Zentrums für Allergologie und Asthma am Johanniter-Krankenhaus im Fläming in Treuenbrietzen, hat in der Pollenfalle auf dem Dach am Montag elf Erlen-Pollen gefunden. Ab 30 sprechen Experten von einer starken Belastung. Die Medizinerin rechnet damit, dass bei anhaltend gutem Wetter Erle und Hasel spätestens in zwei Wochen Allergikern sehr zu schaffen machen werden.