Am Abend des 23. November 2009 hat Ulrike Meyer (44) ihren Ehemann, den Polizisten Steffen Meyer, blutüberströmt im Garagenkomplex nahe der Wohnung in Lauchhammer-Ost (Oberspreewald-Lausitz) aufgefunden. Der Hauptkommissar starb an schwersten Kopfverletzungen und Stichwunden. "Dieser letzte Anblick von meinem Mann verfolgt mich seitdem ständig", sagt die Witwe der RUNDSCHAU: "Ich muss wissen, warum das geschehen ist. Dafür lebe ich seit sechs Jahren." Die Mordakte liegt seit dem Jahr 2012 bei der Staatsanwaltschaft Cottbus. Für Anklagen reichten die Ermittlungsergebnisse bisher nicht. Die Polizei habe signalisiert, der Fall sei ausermittelt. Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg hat jedoch versichert, die Mordakte Steffen Meyer werde nicht geschlossen. Derzeit beschäftigt sich erneut ein Staatsanwalt ausschließlich mit diesem Tötungsverbrechen.

Die Witwe lässt der Verdacht nicht los, dass der Schlüssel zum Mord an ihrem Mann in der Wache Lauchhammer zu finden sein muss.

Steffen Meyer hatte unkorrektes Arbeiten und Fehlverhalten im Dienst kritisiert.

Derzeit verhandelt das Landgericht Cottbus den Fall eines mutmaßlichen Razzia-Verrats durch einen der Revierpolizisten bei einer Drückerkolonne in Lauchhammer. Ulrike Meyer sagt, sie verfolge den Prozess in der Hoffnung, "dass sich aus dem Beweisverfahren heraus neue Ermittlungsansätze ergeben, die das Verbrechen an meinem Mann aufklären helfen".

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