Zudem hätten die drei Polizeigewerkschaften die Beschäftigten aufgerufen, alle Zielvereinbarungen zum Verwarngeld zu kündigen.
Die Kollegen seien aufgefordert worden, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, um Geld einzutreiben. Es sollten mehr andere Arten der Verkehrprävention genutzt werden, erläuterte Domanski. So könnten die Beamten Gespräche führten oder Verkehrsschulungen auf der "Grünen Wiese" anbieten. Verwarngelder würden bei leichten Vergehen verhängt, wie etwa Missachtung des roten Ampellichts durch Fußgänger oder leichte Geschwindigkeitsüberschreitungen. "Die Beträge liegen zwischen zehn und 35 Euro." Nun solle mehr auf die Verhältnismäßigkeit geachtet werden, kündigte Domanski an. "Verkehrsrowdys werden aber weiterhin zur Verantwortung gezogen."
Domanski kritisierte, dass im Haushaltsentwurf Solleinnahmen der Polizei aufgeführt werden. Im vergangenen Jahr seien es 26 Millionen Euro gewesen, die eingetrieben werden sollten. In diesem Jahr seien es 35 Millionen Euro und im kommenden Jahr 40 Millionen Euro. Es könne nicht Sinn der Sache sein, dass vorweg Zahlen genannt werden. "Wir sind für die Verkehrsunfallbekämpfung zuständig", sagte der Gewerkschafter.
Die drei Polizeigewerkschaften DPolG, Gewerkschaft der Polizei und Bund Deutsche Kriminalbeamter wollen in den nächsten Tagen jeweils weitere Kampfmaßnahmen beraten und gemeinsam abstimmen. "Wir haben einen langen Atem", bekräftigte Domanski.