Um 8,5 Prozent ist die Gewaltkriminalität in Sachsen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das geht aus der polizeilichen Jahresstatistik hervor, die das Innenministerium am Freitag in Dresden vorgestellt hat. 7973 Fälle hat die Statistik für 2017 erfasst. Vor allem bei Raubdelikten und Vergewaltigungen gibt es einen deutlichen Rückgang.

das überrascht, in Brandenburg und anderen Bundesländern, die zuletzt ihre Jahresstatistiken vorgelegt haben, stellt sich die Situation ganz anders dar. Dort ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, teilweise bedingt durch Flüchtlinge.

In Sachsen waren diese im vergangenen Jahr für fast 20 000 der insgesamt 323 316 Straftaten verantwortlich. Das entspricht etwa den Zahlen im Vorjahr. Ein Drittel aller Straftaten durch Zuwanderer geht nach Auskunft des Innenministeriums auf die Kappe von 677 Mehrfachtätern, 133 von ihnen sitzen derzeit in Haft.

Auch insgesamt ist die Kriminalität im Freistaat leicht rückläufig, dies ist vor allem deutlich gesunkenen Fallzahlen bei Einbrüchen und beim Autoklau zu verdanken. So wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Viertel weniger Fahrzeuge gestohlen. Auch in den Grenzorten sinkt die Kriminalitätsbelastung. Dafür steigen die Zahlen bei der Rauschgift- und Cyberkriminalität.

Um zehn Prozent gesunken sind in Sachsen die politisch motivierten Straftaten. Von 3259 registrierten Fällen gingen 2024 auf das Konto rechter Täter, 667 waren aus dem Bereich linker Extremisten. Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten ist ebenfalls gesunken, ebenso die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. 2017 wurde 23 Fälle gezählt.