"Wir haben den Schutz aller angemeldeten und nicht verbotenen Versammlungen zu gewährleisten", erklärte Polizeipräsident Dieter Hanitsch am Freitag in Dresden. Grund für den Großeinsatz seien Prognosen über Zahl und Gewaltbereitschaft der zu erwartenden Teilnehmer. Die Einsatzkräfte sollen die strikte Trennung der politischen Gegner durchsetzen. "Wir sorgen aber auch dafür, dass das Gedenken nicht von Extremisten oder Gewalttätern vereinnahmt wird", so Hanitsch. Zu den bisher für beide Tage bei der Stadt angemeldeten 19 Versammlungen und Demonstrationen werden Tausende Menschen erwartet. Durch den Polizeieinsatz kommt es zu Verkehrsbeschränkungen in der Innenstadt. Es werde ein Kontakttelefon eingerichtet, dessen Nummer am 12. Februar im Internet veröffentlicht wird. Der Bombardierung Dresdens wird am 13./14. Februar mit zahlreichen Veranstaltungen gedacht. Dabei gibt es Aktionen, die sich unter dem Symbol der weißen Rose gegen einen Missbrauch dieses Datums richten, da Rechtsextreme alljährlich den Gedenktag für ihre Ziele nutzen. Veranstalter der Gegendemonstration "GehDenken" rechnen am Samstag mit tausenden Neonazis und dem größten Nazi-Aufmarsch Europas in diesem Jahr. "Die stille Erinnerung an die Opfer in Dresden droht zwischen rechtsextremistischen und linksautonomen Aufmärschen zerrieben zu werden", kritisierte der Innenexperte der CDU-Landtagsfraktion, Volker Bandmann, in einer Mitteilung. Mit einem Versammlungsgesetz hätten Demonstrationen im Stadtzentrum im Umfeld des 13. Februar untersagt werden können. Dies habe die Blockadehaltung der SPD ebenso verhindert wie ein Polizeigesetz, das mehr Sicherheit schaffen würde. dpa/mb