Sie sind schnell, professionell und gehen ohne Rücksicht auf Verluste vor - die Bankomatensprenger sind für die Polizei ein echtes Problem. Dennoch ist es der Brandenburger Soko "Fläming" im März gelungen, eine Bande zu überführen. Sie kommt aus dem Raum Potsdam/Berlin und soll für 14 Taten in den vergangenen zwei Jahren verantwortlich sein.

Während die Ermittlungen in diesem Fall andauern, geht die Soko weiteren Fährten nach. Die Kriminalisten untersuchen insgesamt 37 Angriffe auf Geldautomaten in den vergangenen zwei Jahren in Brandenburg sowie weitere Taten in sechs Bundesländern. "Wir gehen von mindestens zwei weiteren Gruppierungen mit nicht-deutschen Tatverdächtigen aus", berichtet Polizeisprecherin Karina Schulter. Die Spur führt offenbar ins polnische Nachbarland. "Wir arbeiten eng mit der polnischen Polizei aus dem Lebuser Land zusammen", so Karina Schulter.

Aktuell verzeichnet die Polizei in Brandenburg acht Angriffe und damit drei weniger als 2016. Ein Angriff auf Geldausgabeautomaten blieb im Versuch stecken. Bei einer Sprengung wurde das Farbmarkierungssystem der Geldkassette ausgelöst und bei sechs Angriffen konnten die Täter Geld erbeuten.

Im März konnte die Polizei endlich einen Erfolg im Kampf gegen die Bankomatensprenger vermelden. In einer groß angelegten Razzia gingen 250 Polizisten aus Brandenburg und den Ländern Berlin, Hessen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegen eine Tätergruppe vor. Zwei Männer wurden verhaftet, zwei sitzen bereits wegen anderer Vergehen im Knast, einer ist zur Fahndung ausgeschrieben.