Ein Tatverdächtiger wurde vernommen. Haftbefehl sei nicht erlassen worden, weil es keinen dringenden Tatverdacht gegeben habe.

Bereits zuvor seien im Zuge der Ermittlungen mehrere weitere Beschuldigte vernommen worden. Am Mittwoch waren in Nauen und Umgebung mehrere Wohnungen durchsucht worden. Beschlagnahmt wurden unter anderem Datenträger, Unterlagen und Gegenstände, die „möglicherweise geeignet sind, Brände auszulösen“. Nach Informationen der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ ging es bei der Durchsuchung auch um mehrere Anschläge auf das Nauener Parteibüro der Linken.

Ende August war in Nauen eine Sporthalle niedergebrannt, in der vorübergehend Asylbewerber unterkommen sollten. Die Brandstifter werden im rechtsextremen Umfeld vermutet. In Sachsen-Anhalt wurde ein halbes Jahr nach einem Brandanschlag auf eine künftige Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz ein Verdächtiger gefasst.