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Polizei klärt zwei alte Tötungsdelikte

Cottbus. Den Ermittlungsbehörden in Brandenburg und Sachsen ist es jetzt gelungen, zwei Jahrzehnte alte Todesfälle aufzuklären. In Brandenburg handelt es sich um den rätselhaften Tod einer Postangestellten in Bernau vor 33 Jahren. dpa/bl

Spezialermittler des Brandenburger Landeskriminalamts fanden jetzt heraus, dass die Frau sich selbst getötet hat. Das bestätigte am Donnerstag ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Ursprünglich waren die Ermittler von einem Mord ausgegangen. Die Frau war im Juli 1984 tot in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung entdeckt worden. Im Oberkörperbereich fanden sich unzählige Stichverletzungen. Einer Mordkommission gelang es nicht, den Fall aufzuklären, obwohl Hunderte Zeugen vernommen und überprüft worden waren. Ende 1985 wurde der Fall ergebnislos eingestellt. 2011 waren die Akten der speziellen LKA-Mordkommission in Eberswalde übergeben worden, die jetzt ihre Ergebnisse vorstellte.

Bei dem Fall in Sachsen geht es um die Mandau-Leiche von Zittau. Hier erhob jetzt die Staatsanwaltschaft Görlitz Anklage gegen zwei Verdächtige. Den Ermittlern gelang es nach gut 20 Jahren, den Fall soweit aufzuklären, dass die Anklagebehörde von Körperverletzung mit Todesfolge ausgeht. Angeklagt sind zwei, heute 57 und 52 Jahre alte Männer. Im Oktober 1996 war am Mandau-Ufer die Leiche eines 46-Jährigen gefunden worden. Das Opfer war in Folge von Schlägen und Tritten am eigenen Blut erstickt. Die Tat konnte nicht geklärt werden, weil die Verdächtigen ein Alibi durch die Aussage einer Frau hatten. Diese revidierte 2016 ihre Angaben. Dadurch kamen die Ermittlungen wieder ins Rollen.