Die Beamten könnten dadurch unter anderem Vorgänge vor Ort statt auf der Wache bearbeiten und hätten im Auto Zugriff auf Fahndungs- und Informationssysteme, zeigte sich Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) begeistert. Der entscheidende Vorteil: Die Polizei kann schneller agieren. Die ersten zehn der rund 75 000 Euro teuren Wagen übergab Schönbohm gestern dem Präsidialbereich Frankfurt (Oder). Wie es aus dem Präsidium gegenüber der RUNDSCHAU hieß, sind davon auch drei Fahrzeuge in der Lausitz im Einsatz. Dabei handele es sich um je ein Auto bei der Autobahnpolizei Berstetal (Dahme-Spreewald) sowie in den Polizeiwachen Calau (Oberspreewald-Lausitz) und Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald).
Für die märkische Polizei vor Ort bringen die High-Tech-Fahrzeuge nach Ansicht des Ministers gleich eine Vielzahl von Vorteilen: So können die Beamten vom Auto aus schnell und ohne Umwege über die Einsatzzentrale überprüfen, ob beispielsweise ein Wagen gestohlen gemeldet wurde oder bestimmte Fahndungsaufrufe nach Personen vorliegen. Auch ermöglichen die mobilen Arbeitsplätze eine noch höhere Präsenz der Polizei in der Fläche, betont Schönbohm.
Zudem können die Polizisten nach Verkehrsunfällen Vorgänge und Daten online in das Festnetz der Polizei übertragen. Außerdem ist an Bord ein Videosystem, mit dem etwa eine Polizeikontrolle aufgezeichnet werden kann, deren Bilder auch direkt in die Leitstellen übertragbar sind. "Das erhöht natürlich die Sicherheit für die Beamten immens", betonte Ministeriumssprecher Geert Piorkowski. Zur Ausrüstung des "Funkstreifenwagens der Zukunft", wie ihn Schönbohm betitelte, gehören auch ein Navigationssystem mit Ortung und integriertem Auftragsmanagement sowie ein Unfalldatenspeicher. "Bei einem einjährigen Modellprojekt soll jetzt die Praxistauglichkeit getestet werden", sagte Piorkowski.