Insgesamt wurden drei Haftbefehle vollstreckt, zwölf Objekte und mehrere Fahrzeuge in Sachsen, Tschechien und Polen durchsucht. Fast 250 Beamte des LKA, der Polizei, des Hauptzollamtes und der Falschgeldstelle der Bundesbank waren im Einsatz.

Bereits Mitte der vergangenen Woche wurde in Zittau einer der mutmaßlichen Geldfälscher, ein 65 Jahre alter Mann, verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, das Falschgeld in Zittau hergestellt zu haben. Dann soll ein weiterer 50-jähriger Beschuldigter die Blüten in Größenordnungen von mehreren Zehntausend Dollar nach Tschechien geschmuggelt haben. Von dort hat offenbar ein 55-jähriger Tscheche das Geld in Umlauf gebracht.

Bereits 2013 bekam die Polizei Wind von der Geldfälscherbande. Seither haben die Beamten gegen insgesamt vier männliche Tatverdächtige ermittelt. Die Polizei geht davon aus, dass sie mindestens seit 2013 falsche 100-Dollar-Noten hergestellt haben.

"Fälschung von US-Dollar-Noten. Auch für das LKA Sachsen ein ungewöhnlicher Einsatz", sagte dessen Chef Jörg Michaelis. Der Einsatz sei ein Beispiel für die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit und die wachsende Bedeutung von gemeinsamen Ermittlungsgruppen bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gewerbs- und bandenmäßiger Geldfälschung. Den Beschuldigten droht eine Freiheitsstrafe von zwei bis zu fünfzehn Jahren.