Nach Angaben der Zeitung hat die Polizei allein von Oktober 2009 bis März 2010 in Berlin-Friedrichshain Hunderttausende Handybesitzer überprüft. Dabei sollen jene Nummern verdächtig gewesen sein, deren Besitzer bei zwei Taten in der Nähe gewesen sein. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, bestätigte, dass Handyverbindungen überprüft wurden. Er betonte aber, dass es sich bei der Abfrage der Standortdaten „um eine ganz normale Ermittlungsmaßnahme“ handele. „Es geht ja zunächst nur darum, welche Telefone in der Nähe aktiv waren“, sagte Steltner. Die Namen der Anschlussinhaber sowie weitere personenbezogene Daten würden die Fahnder an dieser Stelle nicht überprüfen.

Z uv or war bekanntgeworden, dass die Polizei nach einer versuchten Autobrandstiftung im ktober 2009 Daten von Handys in der Umgebung des Tatortes abgefragt hatte. Seit 2009 hatte die Hauptstadt Hunderte von Autobränden erlebt. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) verteidigte den Einsatz von Handykontrollen bei der Suche nach den Autobrandstiftern: „Ich sehe keine Veranlassung, den Strafverfolgungsbehörden ein falsches Vorgehen vorzuwerfen“, sagte er laut „Berliner Morg en post “.