Es werde laufend geprüft, ob mehr notwendig ist, falls es die Lage erfordert. Dies geschehe in enger Abstimmung mit den Betroffenen. Am Wochenende war bekannt geworden, dass es massive Drohungen gegen den ehemaligen Ortsbürgermeister gibt. Daraufhin wurde eine umfangreiche Gefahrenanalyse eingeleitet. Nierth wurde offenbar in verschiedenen Formen beschimpft und auch bedroht, schriftlich, telefonisch und per E-Mail.

Die Absender der Drohungen könnten nach ersten Erkenntnissen aus dem rechten Spektrum stammen. Nierth (parteilos) war Anfang März zurückgetreten, weil Rechtsextreme vor seinem Wohnhaus gegen die Unterbringung von Asylbewerbern demonstrieren wollten. Er fühlte sich von Politik, Behörden und Bürgern nicht ausreichend geschützt und unterstützt. Sein Schritt hatte eine bundesweite Debatte über den Schutz von Politikern vor Demonstranten ausgelöst, die Entscheidungsträger auch in ihrer Privatsphäre unter Druck setzen wollen.