Die Polizei durchsuchte an zwei Kontrollpunkten die dazu angereisten 130 Rocker und Sympathisanten aus Potsdam, Seelow (Oder-Spree), Hoyerswerda und Berlin. Die Beamten beschlagnahmten dabei eine Schreckschuss-Pistole, diverse Messer, Pfefferspray und einen Eispickel. Auch kleine Mengen des Rauschgiftes Crystal wurden bei den Rockern gefunden. Es gab keine Festnahmen.

Die "Red Devils" stehen den "Hells Angels"-Rockern nahe. Dafür spricht auch, dass die Devils ihr Quartier im ehemaligen Clubhaus der Hells Angels in Kolkwitz bezogen. Das Cottbuser Charter der Höllen-Engel hatte sich im Frühjahr selbst aufgelöst, vermutlich, um einem Verbot zuvorzukommen.

Im März hatte es in Cottbus gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben, nachdem ein Mitglied der Hells Angels niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde. Die mutmaßlichen Täter kommen aus der Cottbuser Kickbox- und Türsteherszene und müssen sich für diese Tat seit Ende September vor dem Landgericht Cottbus verantworten. Im Zusammenhang mit gegenseitigen Racheaktionen beider Gruppen waren in Cottbus mehrere Autos demoliert und angezündet worden.