Die Polizei in Brandenburg befürchtet weiterhin mehr Fahrraddiebstähle im Land. „Nach dem Anstieg im Jahr 2013 muss auch für 2014 mit weiter steigenden Zahlen gerechnet werden“, teilte das Polizeipräsidium in Potsdam der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage mit. Zu der Entwicklung trügen maßgeblich die vielen Diebstähle in der Lausitz bei, in der die Rate landesweit am stärksten steige. Am häufigsten würden Räder in der Landeshauptstadt Potsdam und in Cottbus gestohlen.

Bereits von 2012 auf 2013 waren die Fälle, in denen ein Fahrrad gestohlen wurde, um 2399 auf 16 127 gestiegen - das ist ein Plus von 17,5 Prozent. Vor zehn Jahren lag die Zahl der entwendeten Räder noch bei 23 000 - seitdem nahm die Zahl tendenziell ab.

Dem Problem versucht die Polizei nach eigenen Angaben mit verstärkten Kontrollen und Ermittlungen entgegenzuwirken. Die Aufklärungsquote ist bei entwendeten Fahrrädern aber allgemein eher gering. Die Ermittler gehen davon aus, dass insbesondere in der Grenzregion zu Polen Tätergruppen aktiv sind, die gestohlene Fahrräder über die Grenze bringen und dort verkaufen.

Zur Vorbeugung böten Dienststellen immer wieder kostenlose Codierungen an, die in den Rahmen eingraviert werden. Damit könne ein Rad eindeutig seinem Besitzer zugeordnet werden. Seit zwei Jahren verwenden die Beamten auch künstliche DNA zur Markierung. Dies sei nicht nur für Ermittlungen nach einem Diebstahl wichtig, sondern verringere auch das Risiko, dass es überhaupt zu einem komme. Aufkleber oder andere augenfällige Markierungen, die auf den Einsatz von künstlicher DNA hinwiesen, schreckten potenzielle Täter ab, erklärt die Polizei.