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| 09:57 Uhr

Santa Fe
Zehn Tote bei Schulmassaker in Texas

Santa Fe. Wieder Blut und Tränen an einer Schule in den Vereinigten Staaten: Nach Schüssen an der Santa Fe High School im Bundesstaat Texas sind gestern nach Angaben von Sheriff Ed Gonzalez mindestens acht, möglicherweise auch zehn Menschen gestorben. Mehr als ein Dutzend Menschen wurde verletzt, darunter ein Polizist.

Wieder Blut und Tränen an einer Schule in den USA: Durch Schüsse an der Santa Fe High School im Bundesstaat Texas sind gestern nach Angaben des texanischen Gouverneurs Greg Abbott zehn Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Bei den Opfern soll es sich um neun Schüler und eine Lehrkraft handeln.

Der festgenommene mutmaßliche Schütze habe ein Gewehr und einen Revolver gehabt, die seinem Vater gehört hätten, sagte Abbott. Nach Medienberichten soll es sich um einen 17-Jährigen handeln. Sheriff Ed Gonzalez sprach von einem ehemaligen Schüler der High School. Dieser habe die Absicht gehabt, Selbstmord zu begehen. Er wurde festgenommen und noch am Freitag wegen Mordes angeklagt.

Im Internet tauchten Bilder auf, die den Verdächtigen mit einem schwarzen T-Shirt und der Aufschrift "Born to Kill" ("Geboren, um zu töten") zeigen. Eine weitere Person von Interesse sei in Gewahrsam, sagte Sheriff Gonzalez. Experten der Polizei fanden in der Schule und in der Nähe einen Molotowcocktail und ein mit CO2 gefülltes Gerät.

Es war der letzte Tag einer Reihe von schulinternen Prüfungen an der High School. 1500 Schüler lernen an der Einrichtung, die meisten davon sind Weiße. Am Morgen, zum Schulstart um 8 Uhr, tönte der Alarm durchs Schulgebäude. "Ich bin nur gerannt, ich habe nichts gesehen", sagte ein Mädchen. Andere berichteten, wie ein Schütze in ihr Klassenzimmer trat und das Feuer eröffnete. Die Polizei und die Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an. Auch Experten für Sprengstoffentschärfung waren dabei. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, besonders sorgsam zu sein.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Tat als "absolut schrecklich". Es müsse künftig sichergestellt werden, dass Schusswaffen nicht in die Hände derer geraten, die eine Bedrohung darstellten. Gouverneur Abbott will am Montag Runde Tische einberufen, um die Sicherheit rund um Schusswaffen zu verbessern. Dies könne schnellere Überprüfungen von Waffenkäufern beinhalten, aber auch eine bessere Sicherung von Schulen. Seit dem Schulmassaker von Parkland, bei dem im Februar 17 Menschen starben, gab es landesweit Proteste von Schülern für eine Verschärfung der Waffengesetze.

(dpa)