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| 07:12 Uhr

Brandenburg, Sachsen udn Niedersachsen fordern:
Wölfe sollen mit nationalem Konzept kontrolliert werden

Problematische Wölfe sollen leichter abgeschossen werden.
Problematische Wölfe sollen leichter abgeschossen werden. FOTO: dpa / Lino Mirgeler
Berlin. Der Wolf beschäftigt jetzt auch den Bundesrat. Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen wollen einen nationales Konzept zum Umgang mit den Tieren.

Niedersachsen will die Diskussion um den Wolf mit seinem von Brandenburg und Sachsen unterstützten Entschließungsantrag im Bundesrat versachlichen und das Töten problematischer Tiere erleichtern. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) rechnet damit, dass sich weitere Bundesländer anschließen. Ziel sei ein nationales Konzept. Er wolle mit der Initiative deutschlandweit klare Regeln im Umgang mit den Tieren schaffen, sagte er.

„Der Wolf hat einen sehr hohen Schutzstatus, er ist in Deutschland angekommen und wird auch bleiben“, sagte Lies der Deutschen Presse-Agentur. „Andererseits dürfen wir die Menschen und gerade die in den ländlichen Regionen, die vor großen Herausforderungen stehen, nicht allein lassen.“

Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen sind derzeit die Bundesländer mit den meisten Wölfen. Im Agrarland Niedersachsen treffen sie dabei auf besonders viele Nutztiere. Dort war in der Lüneburger Heide im April 2016 der bundesweit erste Wolf seit Rückkehr der Tiere legal getötet worden. Auf das im Internet „Kurti“ genannte Tier folgte im vergangenen Februar ein Wolf in Sachsen. Auch wenn der Schutz der Wölfe ein wichtiges Anliegen sei, müsse der Mensch auch weiter an erster Stelle stehen, erklärte Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) am Mittwoch. Sicherheit gehe vor Artenschutz. Lies sieht es genauso.

Wölfe sind hierzulande durch EU-weite Regelungen und das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, sie unterliegen nicht dem Jagdrecht. Nur in seltenen Ausnahmen dürfen sie geschossen werden, die Experten sprechen dann von letaler Entnahme.

(dpa/bob)