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| 07:10 Uhr

VW-Befreiungsschlag

Es ist eines der höchsten Bußgelder der deutschen Geschichte - und doch ist es für VW eine gute Nachricht. Für eine Milliarde Euro kann man einen weiteren Haken unter die juristische Aufarbeitung des Abgasskandals setzen. Florian Rinke

Angesichts der Summen, die für den Konzern in den USA bislang fällig wurden, und der sprudelnden Gewinne beim Autobauer lässt sich die Summe verschmerzen.

Auch für die Justiz ist das Bußgeld ein Erfolg, weil man darauf verweisen kann, dass man eben nicht vor den großen Autokonzernen kuscht. Die schleppend langsame Aufarbeitung des Skandals hatte solche Zweifel ja immer wieder aufkommen lassen.

Umso interessanter ist, was nun mit dem Geld passiert. Sinnvollerweise sollte es dafür eingesetzt werden, die durch die Abgasmanipulationen mit heraufbeschworenen Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge zu verhindern. Das heißt: Mit dem Geld sollte für bessere Luft in den Städten gesorgt werden. Gleichzeitig ist jedoch klar: Abgegolten ist damit lediglich ein juristischer Aspekt des Skandals. Moralisch hat Volkswagen weiterhin eine Bringschuld.