| 11:33 Uhr

Gegen globale Herangehensweise
USA kündigen Unterstützung für UN-Flüchtlingserklärung auf

In Trumps USA unerwünscht: Mexikaner überqueren in Ciudad Juarez den Rio Grande um ihre Familien zu treffen, die ihn den USA leben. Foto: Christian Torres
In Trumps USA unerwünscht: Mexikaner überqueren in Ciudad Juarez den Rio Grande um ihre Familien zu treffen, die ihn den USA leben. Foto: Christian Torres FOTO: Christian Torres
New York. Die USA kündigen ihre Unterstützung der UN-Flüchtlingserklärung vom September 2016 auf. Darüber habe man Generalsekretär António Guterres informiert, teilte die US-Mission bei den Vereinten Nationen mit. dpa

Nach dem Willen der 193 UN-Mitglieder sollen Flüchtlingsströme besser organisiert, die Rechte der Betroffenen stärker geschützt und ihre Integration durch Bildung und Arbeit besser gefördert werden. Darüber soll 2018 ein Abkommen geschlossen werden.

US-Botschafterin Nikki Haley erklärte, kein Land habe mehr für die Unterstützung von Migranten getan als die USA, auf dieses Erbe sei man stolz. „Aber unsere Entscheidungen über Einwanderungspolitik müssen immer von Amerikanern getroffen werden, und nur von Amerikanern“, erläuterte sie in einer auch über Twitter verbreiteten Stellungnahme. Die globale Herangehensweise sei „einfach nicht mit der Souveränität der Vereinigten Staaten vereinbar“.

Die USA hatten den UN-Prozess noch unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama mit angestoßen. Nach Auffassung der heutigen Regierung von Donald Trump passen aber viele Passagen der UN-Erklärung nicht zur neuen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik.

Mitteilung US-Mission bei den Vereinten Nationen

UN-Informationen zur Flüchtlingserklärung

Erklärung US-Mission auf Twitter

Migranten warten in einem Ghetto der nigrischen Stadt Agadez, einem Umschlagpunkt für Flüchtlinge, auf die Weiterreise nach Libyen. Foto: Kristin Palitza
Migranten warten in einem Ghetto der nigrischen Stadt Agadez, einem Umschlagpunkt für Flüchtlinge, auf die Weiterreise nach Libyen. Foto: Kristin Palitza FOTO: Kristin Palitza
Lebensgefährliche Flucht aus der Armut: Libysche Flüchtlinge werden aus dem Mittelmeer gerettet. Foto: Lisa Hoffmann/Sea-Watch
Lebensgefährliche Flucht aus der Armut: Libysche Flüchtlinge werden aus dem Mittelmeer gerettet. Foto: Lisa Hoffmann/Sea-Watch FOTO: Lisa Hoffmann
Start ins Ungewisse: Flüchtlinge verlassen in einem überfüllten Schlauchboot gerade das libysche Territorium. Foto: Santi Palacios
Start ins Ungewisse: Flüchtlinge verlassen in einem überfüllten Schlauchboot gerade das libysche Territorium. Foto: Santi Palacios FOTO: Santi Palacios