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| 09:19 Uhr

Whistler/Berlin
USA im Streit um Strafzölle isoliert

Whistler/Berlin. Im Handelsstreit mit den größten Wirtschaftsblöcken der Welt zeigt sich US-Präsident Donald Trump unnachgiebig. "Wenn man beim Handel fast 800 Milliarden Dollar zurückliegt, kann man keinen Handelskrieg verlieren", twitterte Trump mit Blick auf das Defizit der USA gegenüber anderen Staaten.

Die USA seien zu lange über den Tisch gezogen worden. Beim Treffen der G7-Finanzminister im kanadischen Whistler waren die USA in Handelsfragen gegenüber den anderen sechs Industriestaaten isoliert. Zugleich warnte auch China die US-Regierung davor, zusätzliche Zölle einzuführen. "Dies ist der seltene Fall, dass der Widerstand gegen die USA einstimmig gewesen ist", sagte der japanische Finanzminister Taro Aso.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte, nach Verhängung der US-Importzölle gegen die EU auf Stahl und Aluminium komme es nun darauf an, die USA umzustimmen. Dabei setzt Scholz auch auf den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer kommende Woche, zu dem auch Trump nach Kanada kommt. Außenhandelspräsident Holger Bingmann warnte vor einem Stimmungsumschwung in der Wirtschaft und einem Konjunkturabschwung. "Viele deutsche Unternehmer überlegen sich jetzt, ob sie noch bereit sind, in den USA, im Iran, in China oder wo auch immer zu investieren", sagte Bingmann unserer Redaktion.

(RP)