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UN verurteilen Nordkoreas Raketentest

Die von der Regierung Nordkoreas am Mittwoch verbreitete Aufnahme soll den Start einer ballistischen Mittelstreckenrakete des Typs "Hwasong-12" am 29. August in Nordkorea zeigen.
Die von der Regierung Nordkoreas am Mittwoch verbreitete Aufnahme soll den Start einer ballistischen Mittelstreckenrakete des Typs "Hwasong-12" am 29. August in Nordkorea zeigen. FOTO: dpa
New York/Pjöngjang/Seoul. Der UN-Sicherheitsrat hat den neuerlichen Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea in einer Sondersitzung einstimmig als "empörend" verurteilt. Zudem rief das höchste UN-Gremium das diplomatisch isolierte Land auf, konkrete Schritte zu ergreifen, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verringern. dpa/pb

Gegen alle Sanktionen hatte Nordkorea am Dienstag eine Rakete über den Norden Japans hinweg in Richtung Pazifik gefeuert und dafür harsche internationale Kritik geerntet. Machthaber Kim Jong Un deutete weitere Raketenversuche an.

Kim bestätigte den "erfolgreichen" Test einer Mittelstreckenrakete vom Typ Hwasong-12. Er sei "äußerst zufrieden", wie die Staatsmedien am Mittwoch berichteten.

Südkoreas Präsident Moon Jae In und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe verständigten sich darauf, den Druck auf Pjöngjang auf "ein extremes Maß" zu steigern. Beide wollen auf neue Sanktionen des Weltsicherheitsrats gegen ihr Nachbarland hinwirken. Die Vetomacht China rief alle Seiten zur friedlichen Beilegung des Konflikts um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm auf.

Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats riefen Pjöngjang auf, weitere Tests zu unterlassen und im Einklang mit früheren UN-Resolutionen sein Atomprogramm einzustellen - zu möglichen neuen Sanktionen äußerte sich der Rat aber nicht. Die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Militärs unterminierten "absichtlich regionalen Frieden und Stabilität und haben weltweit große Sicherheitsbedenken ausgelöst", heißt es in einer im Anschluss an die Sondersitzung verbreiteten Erklärung.

Kim betonte, der Raketentest sei eine Antwort auf die Manöver des südkoreanischen und des US-Militärs. Der Test "unter simulierten Kriegsbedingungen" sei "ein erster Schritt der Koreanischen Volksarmee im Pazifik und ein bedeutungsvolles Vorspiel, um Guam in Schach zu halten", wurde er zitiert.

Washington unterhält auf dem US-Territorium Guam einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Nordkorea hatte zwischenzeitlich damit gedroht, Raketen in die Gewässer um die Pazifikinsel abzufeuern. Pjöngjang unterstellt den USA regelmäßig, durch ihre Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten.

Es war zwar nicht das erste Mal, dass eine nordkoreanische Rakete über Japan hinwegflog. Es sei aber das erste Mal, dass das unangekündigt geschehen sei, meldete der japanische Sender NHK. US-Präsident Donald Trump verurteilte den Test und betonte: "Alle Optionen sind auf dem Tisch."