Zwei Wochen vor der Bundestagswahl und am Tag des 2. Triells der Kanzlerkandidaten heute am Sonntag, 12. September, kann die SPD ihren Umfrage-Vorsprung vor der Union weiter ausbauen.
Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, gewinnen die Sozialdemokraten einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche hinzu und kommen nun auf 26 Prozent, wie das Blatt vorab mitteilte. Dies sei der höchste Wert im Sonntagstrend seit Juni 2017.
Die Union verharrt den Angaben zufolge bei 20 Prozent. Die Grünen verlieren einen Punkt zur Vorwoche und liegen mit 15 Prozent nun deutlich abgeschlagen auf Platz drei. Die FDP bleibt stabil bei 13 Prozent, die AfD kommt auf elf Prozent (-1), die Linke auf sechs Prozent (-1). Die sonstigen Parteien würden neun Prozent wählen (+2).
Mit diesen Ergebnissen hätte die große Koalition seit längerer Zeit wieder eine parlamentarische Mehrheit. Ebenfalls möglich wären eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, ein rot-grün-rotes Bündnis und eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP.

Umfrage zu den Kandidaten vor dem 2. Triell: Scholz deutlich vor Baerbock und Laschet

In der Direktwahlfrage kann Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) den Angaben zufolge deutlich hinzugewinnen, liegt aber immer noch auf dem letzten Platz. 13 Prozent würden Laschet direkt zum Kanzler wählen, das sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock liegt mit 14 Prozent (+1) knapp vor Laschet, den SPD-Spitzenkandidaten Olaf Scholz würden 31 Prozent (-1) wählen. 33 Prozent gaben an, keinen der drei Kandidaten direkt wählen zu wollen.
Auf die Frage, welche Themen für die Menschen bei der anstehenden Bundestagswahl wahlentscheidend seien, gab es folgendes Ergebnis: 35 Prozent nannten das Thema Klima, 33 Prozent das Thema Rente, jeweils 26 Prozent das Thema Wohnen und Mieten sowie den Umgang mit der Corona-Pandemie. Für 24 Prozent war das Thema Gesundheit und Pflege wahlentscheidend.
Insgesamt wurden 1152 Menschen im Zeitraum vom 6. bis zum 10. September befragt. Die maximale Fehlertoleranz beträgt den Angaben zufolge +/- drei Prozentpunkte.
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