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| 15:22 Uhr

Türkei
Erdogan will Wahlen um ein Jahr vorziehen

istanbul. In der Türkei soll es nach dem Willen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Sommer vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben. Termin solle der 24. Juni 2018 sein, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara.

Der türkische Präsident Erdogan hat überraschend vorgezogene Neuwahlen im Sommer angekündigt. Sie sind als Abschluss der schrittweisen Einführung eines Präsidialsystems gedacht.

Die Präsidenten- und Parlamentswahlen würden am 24. Juni stattfinden, sagte Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch. Sie sollten vorverlegt werden, um angesichts bevorstehender Herausforderungen rasch zu einem Präsidialsystem zu wechseln. Bislang waren die Wahlen für November 2019 angesetzt gewesen.

Die Türkei ändert ihr politisches System von einem parlamentarischen in eines mit mehr Macht für den Präsidenten. Der Wechsel war im vergangenen Jahr bei einem Referendum mit knapper Mehrheit abgesegnet worden. Die Änderungen treten mit den nächsten Wahlen in Kraft.

Der Chef der Nationalistenpartei MHP, Devlet Bahceli hatte am Dienstag vorgeschlagen, die Wahlen vorzuverlegen. "Es macht keinen Sinn, dies weiter zu verlängern", sagte er zur Begründung. Die beiden größten Oppositionsparteien - die linksnationalistische CHP und die prokurdische HDP - erklärten sich umgehend zu vorgezogenen Wahlen bereit.

(wer)