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| 02:38 Uhr

Trump redet sich in Polen warm

Heizt ein: Donald Trump auf dem Krasinski-Platz in Warschau.
Heizt ein: Donald Trump auf dem Krasinski-Platz in Warschau. FOTO: dpa
Warschau. US-Präsident Donald Trump hat kurz vor seinem ersten Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin das angespannte Klima zwischen den beiden Weltmächten weiter angeheizt. Trump kündigte bei einem Besuch in Polen am Donnerstag Schritte gegen das "destabilisierende Verhalten" Moskaus an. dpa/sm

Dies bezog er in einer bejubelten Rede ans polnische Volk vor allem auf die Politik Moskaus in der Ukraine, aber auch in Syrien und gegenüber dem Iran.

Zudem wurde bekannt, dass die USA Polen Raketen des Typs "Patriot" verkaufen, um das Land vor möglichen Aggressionen aus Russland zu schützen. Nach Medieninformationen könnten die Raketen ab 2022 geliefert werden. Der Deal soll ein Volumen von acht Milliarden Dollar haben.

Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz bestätigte den Waffendeal und lobte die Trump-Regierung, unter der die Verhandlungen beschleunigt worden seien. Polen fühle sich durch Russland bedroht. Auch die US-Gaslieferungen an Polen und weitere Länder Mittel- und Osteuropas sollen ausgebaut werden - eine weitere Kampfansage gegen Russland.

Vor den Staats- und Regierungschefs der sogenannten Three-Seas-Initiative warb Trump für den Verkauf von Militärausrüstung aus US-Fertigung. "Wir sind berühmt dafür, die beste militärische Ausrüstung der Welt herzustellen", sagte er vor Vertretern der zwölf Mitgliedstaaten der Initiative, die meisten davon ehemalige Ostblock-Staaten. "Wenn sie an Militärausrüstung denken, dann denken sie hoffentlich nur an die USA."

Trump erklärte in Warschau, er glaube, dass Russland sich mit Hackingangriffen in die Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt habe. "Es könnten aber auch andere Nationen gewesen sein", fügte er hinzu.

Trump ließ sich bei seinem Auftritt in Polens Hauptstadt am Donnerstag frenetisch feiern. In einer Rede an das polnische Volk lobte er den Widerstand der Polen gegen feindliche Angriffe, etwa von Nazi-Deutschland. Er machte auch Andeutungen zur Flüchtlingspolitik in Europa, die von der rechtsgerichteten polnischen Regierung kritisch gesehen wird.