| 13:33 Uhr

Dekret erlassen
Trump ordnet Ausschluss von Transsexuellen beim Militär an

Donald Trump in Washington.
Donald Trump in Washington. FOTO: ap, SAW
Exklusiv | Palm Beach. US-Präsident Donald Trump hat per Anordnung die meisten transsexuellen Soldaten von einem Dienst im US-Militär ausgeschlossen. Es gebe aber unter "begrenzten Umständen" Ausnahmen, heißt es in der Anordnung.

Das Weiße Haus teilte mit, die Effektivität des Militärs würde durch die weitere Einstellung von Soldaten, die es mit bekannter "Geschlechts-Dysphorie" zu tun hätten, erheblich gefährdet.

Trump hatte die Führung des Pentagon mit einem Tweet im vergangenen Jahr überrascht, in dem er ankündigte, einen Plan aus der Präsidentschaft von Barack Obama rückgängig zu machen, demzufolge Transsexuelle im Militär dienen können, ohne ihre Transsexualität verbergen zu müssen. Vier Bundesgerichte haben gegen das Verbot Urteile erlassen.

"Diese neue Politik wird es dem Militär ermöglichen, gut etablierte psychische und körperliche Gesundheitsstandards (...) gleichmäßig auf alle Individuen anzuwenden, die sich der besten Militärkraft, die die Welt jemals gesehen hat, anschließen und für sie kämpfen wollen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, am Freitag.

Kritik von Demokraten und Bürgerrechtlern

Die Minderheitsführerin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, kritisierte mit einem Tweet, das Verbot diene dazu, "unsere tapferen transsexuellen Angehörigen des Militärs, die mit Ehre & Würde dienen, zu erniedrigen".

Die Bürgerrechtsgruppe Human Rights Campaign warf der Trump-Regierung vor, dem Militär "anti-transsexuelle Vorurteile" aufzudrängen. Joshua Block von der Bürgerrechtsgruppe American Civil Liberties Union sagte, die Politik zwinge "transsexuelle Menschen, die dienen wollen, dazu, sich zwischen ihrer Menschlichkeit und ihrem Land zu entscheiden".

Das Weiße Haus teilte mit, Verteidigungsminister James Mattis und Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen seien mit der Politik einverstanden.

(das/ap)