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Trump lässt Chinas "unfaire Handelspraktiken" prüfen

US-Präsident Donald Trump will den Druck auf China erhöhnen.
US-Präsident Donald Trump will den Druck auf China erhöhnen. FOTO: dpa
Peking/Washington. Im Handelsstreit mit China hat US-Präsident Donald Trump die Behörden in Washington angewiesen, die Handelspraktiken Pekings genauer unter die Lupe zu nehmen. Trump unterzeichnete am Montag in Washington ein entsprechendes Memorandum. dpa/kr

"Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte Trump bei der Unterzeichnung des Dokumentes an die Adresse seines Handelsbeauftragten Robert Lighthizer gerichtet. Konkrete Maßnahmen wurden nicht angekündigt.

Trump wirft China seit Langem unfaire Handelspraktiken vor. Unter anderem werfe Peking Stahl zu Dumpingpreisen auf den US-Markt. In der vergangenen Woche hatte das US-Handelsministerium Strafmaßnahmen gegen chinesische Alufolien-Importe angekündigt. Chinesische Produzenten wollen sich dagegen wehren. Ferner soll sich Lighthizer ein Bild davon machen, inwieweit China weiterhin im Geschäft mit dem Diebstahl geistigen Eigentums aktiv sei, etwa beim Kopieren von Patenten und bei der Umgehung von Markenschutz.

Im sich zuspitzenden Nordkorea-Konflikt hat China indes einen Importstopp für Eisen, Meeresfrüchte, Blei, Kohle und Erze aus dem Nachbarland verhängt. Mit der Ankündigung des Einfuhrverbots setzte das Handelsministerium in Peking am Montag Sanktionen der Vereinten Nationen um. Der UN-Sicherheitsrat hatte die neuen, scharfen Strafmaßnahmen nach dem jüngsten Test einer Langstreckenrakete verhängt.Die Maßnahme soll nordkoreanische Exporte in Höhe von einer Milliarde US-Dollar und damit ein Drittel der Ausfuhren treffen.

Angesichts der drohenden Untersuchung warnte China die USA vor einem "Handelskrieg". "Es wird keine Gewinner, sondern nur Verlierer geben", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking.