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| 02:40 Uhr

Trump droht China

Schulterschluss gegen Pjöngjang: ein B-1-Kampfflugzeug der US Air Force (l.) und ein südkoreanisches F-15K-Kampfflugzeug während eines gemeinsamen Manövers über Südkorea.
Schulterschluss gegen Pjöngjang: ein B-1-Kampfflugzeug der US Air Force (l.) und ein südkoreanisches F-15K-Kampfflugzeug während eines gemeinsamen Manövers über Südkorea. FOTO: Uncredited/South Korea Defense Ministry/AP/dpa
Seoul/Washington. () US-Präsident Donald Trump hat China nach dem jüngsten Raketentest seines Verbündeten Nordkorea mit deutlichen Worten gewarnt. "Ich bin sehr enttäuscht von China", schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) bei Twitter. dpa/sm

China erziele jährlich Hunderte Milliarden Dollar im Handel mit den USA, würde aber im Fall Nordkorea nichts für sein Land tun - außer zu reden. "Wir werden das nicht länger zulassen, China könnte das Problem leicht lösen", twitterte Trump.

Die USA und Südkorea reagierten auf den nordkoreanischen Raketentest vom Freitag mit einem gemeinsamen Manöver. Dabei seien Raketen ins Meer vor der südkoreanischen Ostküste gefeuert worden, teilte die US-Armee in Südkorea mit. Zudem ließen die USA zwei Überschall-Langstreckenbomber vom Typ B-1B die zwischen Nord- und Südkorea geteilte Halbinsel überfliegen, wie das US-Pazifikkommando mitteilte.

Die USA hätten eine Verpflichtung gegenüber ihren Verbündeten - Südkorea und Japan - und müssten sich auf den schlimmsten Fall vorbereiten. Nordkorea hatte am Freitag zum zweitem Mal binnen eines Monats entgegen aller Verbote und Warnungen eine Interkontinentalrakete abgefeuert.

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA zitierte am Samstag Machthaber Kim Jong Un mit den Worten, das gesamte Festland der USA sei jetzt in Reichweite Nordkoreas. Nach Berechnungen von Raketenexperten hätte die Rakete vom Typ Hwasong-14 theoretisch eine Reichweite von rund 10 000 km. Sie könnte demnach US-Städte wie Los Angeles, Denver oder Chicago treffen.

US-Außenminister Rex Tillerson sieht außer China auch Russland in der Pflicht, das militärische und nukleare Aufrüsten Nordkoreas zu stoppen. Beide Länder ermöglichten es Nordkorea, diese Programme zu entwickeln, deshalb hätten sie auch eine besonders Verantwortung für die wachsende Gefahr in der Region, hieß es in einer Erklärung vom Samstag. Die USA würde niemals ein mit Atomwaffen ausgerüstetes Nordkorea akzeptieren oder ihre Verpflichtungen gegenüber den Verbündeten in der Region aufgeben, so Tillerson.