| 22:49 Uhr

Empörung in sozialen Medien
Trump beschämt US-Navajo-Veteranen mit „Pocahontas“-Spott

US-Präsident Donald Trump trifft die Navajo-Indianer Peter MacDonald (M.) und Thomas Begay. Foto: Susan Walsh
US-Präsident Donald Trump trifft die Navajo-Indianer Peter MacDonald (M.) und Thomas Begay. Foto: Susan Walsh FOTO: Susan Walsh
Washington. US-Präsident Donald Trump hat während einer Ehrung von Navajo-Veteranen im Weißen Haus mit der Verunglimpfung der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren als „Pocahontas“ Empörung und Irritationen ausgelöst. dpa

Pocahontas war eine berühmte Indianerfrau, es ist auch der Titel eines Disney-Films. Senatorin Warren reklamiert indianisches Erbe, das ist umstritten.

„Lange bevor irgendjemand von uns hier war, waren Sie hier. Auch wenn wir im Kongress eine haben, von der behauptet wird, dass auch sie schon sehr lange hier ist. Sie nennen sie Pocahontas“, sagte Trump.

Während sich im Raum am Montag betretenes Schweigen breitmachte, schlug in sozialen Medien eine Welle der Empörung hoch. Trump benutzt den Namen Pocahontas für Warren schon lange.

Trumps Sprecherin sagte auf die Frage, warum der Präsident es nötig finde, während einer Ehrung der Navajo etwas zu sagen, was so viele beleidigend fänden: „Ich glaube, die meisten Leute finden es beleidigend, dass Senatorin Warren über ihre Herkunft lügt, um ihre Karriere zu befördern.“

Trump ehrte Navajo-Indianer, die im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der USA mit einer einzigartigen Codetechnik auf Basis ihrer eigenen Sprache kämpften. Die so genannten „Code Talker“ gelten in den USA als echte Kriegshelden.

Ein Sprecher einer Indianervereinigung sagte dem Sender NBC, Trumps Äußerung habe einen rassistischen Beigeschmack. Er nutze eine historische Figur in einem abfälligen Sinn, zumal denkbar unpassend im Kontext einer solchen Ehrung.

US-Präsident Donald Trump bei dem Empfang für die Navajo-Veteranen im Weißen Haus. Foto: Susan Walsh
US-Präsident Donald Trump bei dem Empfang für die Navajo-Veteranen im Weißen Haus. Foto: Susan Walsh FOTO: Susan Walsh