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| 06:00 Uhr

Zum Tag der Pressefreiheit 2019
Warum Journalisten unabhängig sein müssen

 Norbert Bisky und VG-Bild-Kunst, Bonn |  Foto:   Bernd   Borchardt
Norbert Bisky und VG-Bild-Kunst, Bonn | Foto:   Bernd   Borchardt FOTO: Norbert Bisky und VG-Bild-Kunst,
Cottbus. Viele Menschen sehen die Demokratie durch gezielte Falschinfos bedroht. Andererseits erleben unabhängige Journalisten Einschränkung und Gefährdung. Lesen Sie hier, warum Verleger, Medien und der Künstler Norbert Bisky für Pressefreiheit eintreten.

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland (81 Prozent) sieht die Demokratie durch Desinformation, also durch bewusst gestreute falsche Informationen, bedroht. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen ergeben.

Die Umfrage ist zum weltweiten Tag der Pressefreiheit an diesem Freitag veröffentlicht worden. 82 Prozent der Befragten schreiben Falschinformationen das Potenzial zu, Wahlergebnisse zu beeinflussen. 70 Prozent geben an, ihnen sei politisch motivierte Desinformation im Internet aufgefallen.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) betonte, dass das Grundrecht der freien Meinungsäußerung täglich neu verteidigt werden müsse. Die Angriffe auf Journalisten der ganzen Welt stimmten besorgt, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff.

Leipziger Künstler Norbert Bisky über sein Bild zum Tag der Pressefreiheit 2019

Zum Tag der Pressefreiheit veröffentlicht die Lausitzer Rundschau wie andere Medien ein Bild des Leipziger Künstlers Norbert Bisky (48). Der BDZV hat Bisky gewonnen, um mit seinem Werk „Rauschen“ für eine freie Berichterstattung einzutreten.

Der Werktitel lasse Assoziationen offen, sagte Norbert Bisky: „Zum Beispiel, dass wir alle von einem irrsinnigen Medienrauschen umgeben sind. Noch nie gab es so viele elektronische Bilder wie heute. Noch nie haben so viele Leute Fotos gemacht. Vielleicht haben sogar noch nie so viele Leute irgendwas getippt, was andere lesen können. Und es führt dennoch nicht automatisch dazu, dass alles besser wird, sondern teilweise ins genaue Gegenteil.“

Zum Tag der Pressefreiheit 2019: Wie Journalisten eingeschränkt und bedroht werden

In einem Essay betrachtet David Nau (26), Politikredakteur bei der LR-Partnerzeitung Südwestpresse, wie es um die Pressefreiheit in der Welt steht. LR-Reporter Bodo Baumert (41) hat Kolleginnen der RUNDSCHAU befragt, wie sie Einschränkungen der Pressefreiheit in der Lausitz erlebt haben.

„Wir Journalisten müssen unbedingt frei und ungefährdet arbeiten können. Denn Medien wie die RUNDSCHAU haben die Aufgabe, die Gesellschaft mit unabhängig recherchierten Infos zu versorgen. Sonst funktioniert Demokratie nicht“, sagte LR-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer.

FOTO: dpa
(dpa/epd/red)