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| 09:17 Uhr

Syrien
Massengrab in ehemaliger IS-Hochburg Raka entdeckt

Ein Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte entschärft Rakka eine Bombe, die von der Terrormiliz Islamischer Staat zurückgelassen wurde (Archiv).
Ein Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte entschärft Rakka eine Bombe, die von der Terrormiliz Islamischer Staat zurückgelassen wurde (Archiv). FOTO: dpa, aw wal pat
Kamischli. In einem Massengrab in der ehemaligen Hochburg des "Islamischen Staates" (IS) im syrischen Raka sind dutzende Leichen von Dschihadisten und Zivilisten gefunden worden.

In einem Massengrab in der ehemaligen Hochburg des "Islamischen Staates" (IS) im syrischen Raka sind dutzende Leichen von Dschihadisten und Zivilisten gefunden worden.

Beinahe 50 Körper seien bereits geborgen worden, teilte ein hochrangiger Behördenvertreter der Stadt am Samstag mit. Das Grab wurde unter einem Fußballfeld in der Nähe eines Krankenhauses entdeckt, in dem IS-Einheiten sich kurz vor ihrem Abzug verschanzt hatten.

Nach Angaben des Behördenvertreters könnten sich bis zu 200 Leichen in dem Massengrab befinden. "Es war offenbar der einzig verfügbare Platz für Bestattungen, die in Eile erledigt wurden", fügte er hinzu. Einige Körper würden die Kriegsnamen der Dschihadisten getragen, während andere lediglich mit Vornamen versehen seien.

In den vergangenen Monaten wurden in Syrien und dem Irak wiederholt Massengräber in ehemals vom IS besetzten Regionen gefunden. Im Februar hatte die syrische Armee in der Provinz Raka in Nordsyrien die Überreste von 34 Menschen entdeckt, die von den Dschihadisten getötet worden waren. Raka war bis zur Eroberung der Stadt durch die mit den USA verbündeten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Oktober 2017 die De-facto-Hauptstadt des IS.

Die IS-Dschihadisten werden für zahlreiche Gräueltaten in den ehemals von ihnen kontrollierten Gebieten verantwortlich gemacht, darunter Massenhinrichtungen und Enthauptungen.

(wer)