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| 20:28 Uhr

Reaktion auf mutmaßlichen Giftgas-Einsatz
Macron hält Angriff auf Chemie-Einrichtungen in Syrien möglich

Emmanuel Macron (Archiv).
Emmanuel Macron (Archiv).
London. Nach der vermuteten Giftgasattacke in der Rebellenbastion Duma erwägt Frankreich offenbar Angriffe auf "chemische Kapazitäten" des syrischen Regimes. Er tausche sich darüber mit Partnern aus, vor allem mit den USA und mit Großbritannien, sagte Präsident Macron.

"Wir werden unsere Entscheidung in den kommenden Tagen mitteilen", sagte Frankreichs Präsident Macron am Dienstag in Paris. US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May forderten eine internationale Reaktion. Der Zwischenfall sei "absolut verwerflich", sagte May nach Angaben der Regierung in London am Dienstag in einem Telefonat mit Trump.

Demnach stimmten beide überein, weiter eng zusammenzuarbeiten und dabei auch internationale Partner einzubeziehen. Ähnlich hatte sich May bereits in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron geäußert. Das US-Präsidialamt teilte mit, May und Trump stimmten überein, dass weitere Chemiewaffeneinsätze nicht zugelassen werden dürften.

Trump hatte am Montag eine rasche Entscheidung über die US-Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz angekündigt. Einer Hilfsorganisation zufolge kamen dabei in einem Rebellengebiet 60 Menschen ums Leben. Während der Westen Russland und Syrien für den mutmaßlichen Angriff verantwortlich machen, bestreitet Russland, dass es überhaupt einen Giftgasangriff auf die Stadt Duma gab.

(wer)