ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:10 Uhr

Zukunft der Krankenversicherung
Stimmen Lausitzer Bundestagsabgeordneter

Jana Schimke, CDU-Bundestagsabgeordnete. Foto: Karsten Richter
Jana Schimke, CDU-Bundestagsabgeordnete. Foto: Karsten Richter FOTO: Karsten Richter/ pr
Jana Schimke (CDU) Direkmandat Landkreis Dahme-Spree:

Jana Schimke (CDU) Direktmandat Landkreis Dahme-Spree

„Wir müssen etwas gegen den Ärztemangel, lange Wartezeiten und die unzureichende Versorgung im ländlichen Raum tun – aber im bewährten Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Ein Blick nach Österreich oder die Niederlande zeigt, dass eine „Bürgerversicherung“ sowohl zu höheren Kosten und Wartezeiten in den Kliniken, als auch mehr zu Zusatzversicherungen und Selbstbeteiligungen führte. In beiden Ländern wird daher die Abschaffung der Einheitsversicherung diskutiert. Wären alle Privatversicherten gesetzlich versichert, würden  12,5 Milliarden Euro fehlen von denen aktuell noch alle profitieren. Durch steigende Kosten würde eine Einheitsversicherung deshalb auch nicht – wie behauptet – dauerhaft zu Beitragssenkungen führen.“ ⇥Foto: K. Richter

Michael Stübgen (CDU) Direktmandat Oberspreewald-Lausitz/Elbe-Elster:

„Angesichts der Herausforderungen durch die demografische Entwicklung und den medizinischen Fortschritt muss die Politik sicherstellen, dass einerseits weiterhin alle Patienten eine gute medizinische Versorgung erhalten und andererseits die Finanzierung des Gesundheitswesens gewährleistet bleibt. In den letzten Jahren waren wir da auf einem sehr guten Weg, den wir konsequent weitergehen sollten. Unser duales System von GKV und PKV  hat dazu beigetragen, dass wir eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung haben, um die uns viele in der Welt beneiden. Das dürfen wir nicht mutwillig durch ideologisch motivierte Reformideen wie die Bürgerversicherung gefährden. Die Bürgerversicherung brächte keine Vorteile. Sie würde vielmehr den Systemwettbewerb um eine bestmögliche Versorgung beseitigen, eine unnötige Bürokratie zur Erfassung aller Einkunftsarten auslösen und letztlich nur marginale Verbesserungen der finanziellen Lage der GKV bringen, wobei Aufwand und Ertrag in einem eklatanten Missverhältnis stünden.“ ⇥Foto: dpA

Klaus-Peter Schulze (CDU) Direktmandat Cottbus/Spree-Neiße:

„Durch das wettbewerbliche Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung haben wir in Deutschland im europäischen und weltweiten Vergleich ein sehr leistungsfähiges Gesundheitswesen. Allerdings gibt es auch in unserem Gesundheitssystem offene Baustellen, zu denen unter anderem die Verkürzung der Wartezeiten für Facharzttermine, die Ärzteversorgung auf dem Land oder der Personalmangel in der Pflege zählen. Das von den linken Parteien propagierte Konzept einer Bürgerversicherung ist hier jedoch kein Heilmittel, sondern weckt mit seinem Namen vielmehr falsche Hoffnungen. Eine solche Einheitsversicherung gefährdet für die derzeit PK-versicherten Bürgerinnen und Bürger die Gesundheitsabsicherung sowie die Altersrückstellungen und führt gleichzeitig für die GK-Versicherten zu keiner Verbesserung. Ich bin  sehr froh, dass wir im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD der Bürgerversicherung eine endgültige Absage erteilt haben.“⇥Foto: C. Handrick

Tino Chrupalla (AfD) Direktmandat Görlitz:

„Die viel diskutierte Bürgerversicherung hat auf den ersten Blick ihren Reiz, bietet aber nicht nur die Vorteile, die sich viele von ihr versprechen. So stärkt die Erhebung von Beiträgen auf alle Einkommensarten das Solidarprinzip, aber der Verwaltungsaufwand zur Erhebung würde in vielen Fällen den Ertrag übertreffen. Eine gänzliche Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, wie von der Linken gefordert, würde über das Ziel hinausschießen; eine Anhebung dieser Bemessungsgrenze wäre allerdings zu diskutieren. Fazit: Es gibt im Gesundheitssystem vieles zu reformieren, aber eine Bürgerversicherung nach dem Wunsch von Sozialdemokraten, Linken oder Bündnisgrünen ist nicht der Ansatz.“ ⇥Foto: Ch. Köhler

ARCHIV - 02.03.2013, Brandenburg, Potsdam: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Stübgen spricht auf der Landesvertreterversammlung seiner Partei. Er soll einem Medienbericht zufolge neuer Ostbeauftragter der Bundesregierung werden. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 02.03.2013, Brandenburg, Potsdam: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Stübgen spricht auf der Landesvertreterversammlung seiner Partei. Er soll einem Medienbericht zufolge neuer Ostbeauftragter der Bundesregierung werden. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ FOTO: dpa / Bernd Settnik
Klauis-Peter Schulze (CDU), Spremberg, MdB - aktuelles Pressefoto (4.5.2018)
Klauis-Peter Schulze (CDU), Spremberg, MdB - aktuelles Pressefoto (4.5.2018) FOTO: LR / Firma Carsten Handrick