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| 10:24 Uhr

Statistik gaukelt Sicherheit vor

Wenn man sich die Liste der gefährlichen und verrufenen Orte in NRW anschaut, könnte man zu dem Schluss gelangen, dass es hierzulande doch recht sicher zugeht. Landesweit nur 26 Gegenden aktuell, die von der Polizei als nicht sicher eingestuft werden. Allein 15 davon in Köln. Das ist nicht viel für ein so großes Bundesland wie NRW. Kann man also doch fast überall guten Gewissens und ohne Angst hingehen? Christian Schwerdtfeger

Wenn man sich die Liste der gefährlichen Orte in NRW anschaut, könnte man zu dem Schluss gelangen, dass es hierzulande doch recht sicher zugeht. Landesweit nur 26 Gegenden, die von der Polizei als nicht sicher eingestuft werden. Allein 15 davon in Köln. Das ist nicht viel für ein so großes Bundesland wie NRW. Kann man also doch fast überall guten Gewissens und ohne Angst hingehen?

Mitnichten! Die Realität sieht leider anders aus. In so ziemlich jeder Stadt gibt es Angsträume, die man besser meidet - oder wo man sich instinktiv unwohl fühlt. Manchmal sind es auch ganze Straßenzüge, die man als Fremder zu bestimmten Uhrzeiten nicht aufsuchen sollte. In fast allen Großstädten gibt es sogar Bereiche, in die selbst Polizisten nicht allein gehen, sondern nur in größeren Teams.

Wenn dann in der Auflistung der gefährlichen Orte in NRW aktuell nur zehn Städte auftauchen, kann an der Statistik etwas nicht stimmen. Dabei beruht sie auf einer Abfrage des Innenministeriums in allen Kreispolizeibehörden des Landes. Doch fließen in die Bewertung nur die registrierten Straftaten ein - und nicht das große Dunkelfeld. Sonst wäre die Liste wesentlich länger.