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| 09:06 Uhr

Berlin
SPD verliert 6000 Mitglieder nach Groko-Votum

Berlin. Die SPD hat nach dem Votum über den erneuten Eintritt in die große Koalition rund 6000 Mitglieder verloren. Die SPD hatte zum Stichtag 31. März insgesamt 457.700 Mitglieder, wie ein Sprecher mitteilte. Zum Stichtag am 6. Februar, um an dem Koalitionsvotum teilnehmen zu können, hatte die SPD noch exakt 463.723 Mitglieder. Rund 66 Prozent stimmten bei dem Mitgliedervotum für eine erneute Regierungsbildung mit der Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Gerade die Jusos und der linke Flügel hatten für ein Nein gekämpft, da sie einen weiteren Profilverlust fürchten. Zudem hatte die SPD-Spitze nach dem Absturz auf 20,5 Prozent bei der Bundestagswahl zunächst den Gang in die Opposition angekündigt. Dann scheiterten die Gespräche von Union, FDP und Grünen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnte die SPD daher zu Koalitionsverhandlungen, um eine Neuwahl zu verhindern.

(dpa)