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Nur noch 16,5 Prozent Zustimmung
SPD purzelt in der Wählergunst auf Rekordtief

FOTO: afp
Die Geduld der Wähler scheint am Ende zu sein: Die Genossen fallen drei Tage nach dem Verzicht von SPD-Chef Martin Schulz auf das Außenministerium in einer Umfrage auf ein Rekordtief von 16,5 Prozent.

In der am Montag veröffentlichten Insa-Erhebung für die "Bild"-Zeitung liegen die Sozialdemokraten nur noch 1,5 Punkte vor der AfD. Federn lassen muss auch die Union, die die 30-Prozent-Marke nicht überschreitet und auf 29,5 Prozent kommt. "CDU und SPD müssten Neuwahlen fürchten. So unbeliebt war die Groko noch nie", sagte Insa-Chef Hermann Binkert dem Blatt. Während die Union einen Punkt und die SPD einen halben Punkt gegenüber der Vorwoche abgeben müssen, landet die AfD mit 15 Prozent unverändert auf dem dritten Platz im Parteien-Ranking. Je einen halben Punkt können Grüne (13 Prozent), Linke (11,5 Prozent) und FDP (10,5 Prozent) zulegen.

Für die Erhebung wurden von Freitag bis Montag über 2600 Bürger befragt. Damit ist in der Umfrage der Verzicht von Schulz auf das Außenministerium berücksichtigt. Schulz hatte dies am Freitag nach innerparteilichen Protesten angekündigt. Nach der Bundestagswahl im September hatte Schulz erklärt, nie Teil des Kabinetts von Bundeskanzlerin Angela Merkel werden zu wollen.

(felt)