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Einigung zwischen Union und SPD
So sollen die Ministerien in der Groko aufgeteilt werden

CSU-Chef Horst Seehofer (l), Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz (Archivbild vom 12.01.2018).
CSU-Chef Horst Seehofer (l), Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz (Archivbild vom 12.01.2018). FOTO: afp
Bis zuletzt haben die Unterhändler von Union und SPD um die Verteilung der Ministerien in der neuen großen Koalition gerungen. Jetzt sickern erste Personalien durch. So soll SPD-Chef Martin Schulz offenbar Außenminister werden - und CSU-Chef Horst Seehofer als Innenminister nach Berlin wechseln. Ein Überblick.

Die SPD soll die drei wichtigen Ressorts Außen, Finanzen sowie Arbeit und Soziales besetzen. Das berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend. Laut dpa bekommen die Sozialdemokraten zudem das Familien-, Justiz- und das Umweltministerium.

Aus Koalitionskreisen verlautete der dpa zufolge auch, dass SPD-Chef Martin Schulz Außenminister werden wolle. Darüber hatte auch die "Bild"-Zeitung berichtet. Die "Süddeutsche Zeitung" meldete, Schulz werde das Amt des Parteivorsitzenden an Fraktionschefin Andrea Nahles abgeben. Nahles solle dann beide Posten übernehmen. Als Quelle nannte das Blatt Parteikreise. Auch die dpa meldet das inzwischen übereinstimmend. Eine Bestätigung der SPD dafür gibt es dafür bislang aber noch nicht.

Als neuer Finanzminister wird Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD)gehandelt.

Die CSU soll das Innenministerium erhalten. Dieses werde um einen Heimatbereich aufgewertet, und, wie unsere Redaktion erfuhr, um den Bereich Bau erweitert. Chef dieses Ressorts soll CSU-Chef Horst Seehofer werden.

Ebenfalls an die CSU sollen die Ministerien Verkehr/Digitales und Entwicklung gehen.

Der bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) soll das Wirtschaftsressort übernehmen, Ursula von der Leyen (ebenfalls CDU) bleibt offenbar Verteidigungsministerin.

Nach Informationen unserer Redaktion stellt die CDU zudem künftig den Staatsminister für Migration, Flüchtlinge und Integration. Diesen Posten hatte bislang die SPD-Politikerin Aydan Özoguz besetzt.

(oko)