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| 18:57 Uhr

Politik
Schwierige Verhandlungen über ein Killerroboter-Verbot

Sieht bedrohlich aus und ist auch kein Witz: Die russische Firma Kalaschnikow entwickelte diesen ferngesteuerten Militär-Roboter.  
Sieht bedrohlich aus und ist auch kein Witz: Die russische Firma Kalaschnikow entwickelte diesen ferngesteuerten Militär-Roboter.   FOTO: dpa / Pavel Golovkin
Genf. (dpa/bl) Beim Ringen um mögliche Schranken für Entwicklung und Einsatz von sogenannten Killerrobotern machen Abrüstungsexperten nach eigenen Angaben Fortschritte.

Vertreter der rund 75 Verhandlungsstaaten seien sich im Prinzip einig, dass auch autonome Waffensysteme mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar sein müssen, sagte der Vorsitzende der UN-Verhandlungsrunde, der indische Botschafter Amandeep Singh Gill, am Montag in Genf. Das Recht legt etwa fest, das im Krieg nur militärische Ziele angegriffen werden dürfen. Die Meinung über die nächsten Schritte gingen aber weit auseinander.

Einige Länder wollten einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag über Entwicklung und Einsatz solcher Systeme, andere meinten, das geltende Recht reiche aus, um mit den neuartigen Waffen umzugehen. Das Aktivistennetzwerk „Kampagne gegen Killerroboter“ verlangt von den Verhandlern ein Mandat, solche Waffensysteme zu verbieten. Andernfalls werde die Kampagne wie beim Landminenverbot oder beim Verbot von Atomwaffen außerhalb des UN-Systems auf einen internationalen Vertrag hinarbeiten, sagte Jody Williams.

Autonome Waffen können Drohnen, U-Boote, Raketen oder andere Waffensysteme sein, die dank künstlicher Intelligenz selbst lernen, Ziele auszuwählen und diese ohne Schießbefehl eines Menschen zerstören oder töten. Sie sind noch nicht im Einsatz.