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Vorschlag der Bildungsministerin
Schüler sollen in NRW ihre Smartphones mitbringen

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (Archivbild).
NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (Archivbild). FOTO: dpa, mku exa
Exklusiv | Berlin/Düsseldorf. Um die Digitalisierung an Schulen zu beschleunigen, hat NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) dafür plädiert, dass Schüler vorübergehend eigene Telefone und Computer im Unterricht nutzen sollten. "Für eine gewisse Übergangszeit kann ich mir eine Regelung in NRW vorstellen, wonach Schüler ihre eigenen Smartphones und Tablets für den Unterricht nutzen", sagte Gebauer unserer Redaktion. Im Prinzip "Bring your own device" ("Bring dein Gerät mit") stecke Potenzial. "Grundsätzlich müssen aber wir als Staat die Schulen mit geeigneten Geräten ausstatten", fügte Gebauer hinzu.

Um die Digitalisierung an Schulen zu beschleunigen, plädiert NRW-Bildungsministerin Gebauer dafür, dass Schüler vorübergehend eigene Smartphones und Tablets im Unterricht nutzen sollten.

"Für eine gewisse Übergangszeit kann ich mir eine Regelung in NRW vorstellen, wonach Schüler ihre eigenen Smartphones und Tablets für den Unterricht nutzen", sagte NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer unserer Redaktion. Im Prinzip "Bring your own device" ("Bring dein Gerät mit") stecke Potenzial. "Grundsätzlich müssen aber wir als Staat die Schulen mit geeigneten Geräten ausstatten", fügte die FDP-Politikerin hinzu.

Seit Jahren ringen Bund und Länder darum, Schulen mit digitalen Geräten auszustatten und ans Breitbandnetz anzuschließen. Die neue Bundesregierung will alle Bildungseinrichtungen mit Glasfaserleitungen versorgen und mehr Mittel für Schulen zur Verfügung stellen.

Gebauer erhöht nun den Druck auf den Bund. "Der Digitalpakt Schule muss jetzt an den Start kommen, unverzüglich", sagte sie. Deutschland habe schon viel zu viel Zeit vergeudet. Auch das Jahr 2018 sei durch die lange Regierungsbildung schon fast verloren.

"Ernüchternd ist, dass von den versprochenen fünf Milliarden Euro nur noch dreieinhalb Milliarden in dieser Legislaturperiode übrig sind", sagte Gebauer. Der ausgedünnte Digitalpakt bedeute konkret für Nordrhein-Westfalen, dass rund 250 Millionen Euro weniger zur Verfügung stünden: "Die Kommunen und Bundesländer warten auf das Geld und wollen loslegen."

(jd/may-)