ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:01 Uhr

Berlin
Scheinehen-Betrug in Berlin aufgedeckt

Berlin. Die groß angelegte Betrugsserie mit Scheinehen zwischen Männern aus Nigeria und Frauen aus Portugal wurde von der Berliner Polizei schon im vergangenen Jahr aufgedeckt - nun steht die Ausländerbehörde der Hauptstadt im Verdacht, entsprechende Warnungen ignoriert zu haben. Nach Recherchen des Senders RBB soll die Behörde "trotz interner Hinweise ihrer Mitarbeiter Urkundenfälschung und Betrug mit sogenannten EU-Aufenthaltskarten für Nigerianer jahrelang ermöglicht haben". Die Berliner Senatsinnenverwaltung wies den Vorwurf zurück. Am 25. Mai begann vor dem Berliner Landgericht ein Prozess gegen fünf Frauen und einen Mann. Die Betrugsmasche funktionierte folgendermaßen: Die Männer aus Nigeria bezahlten viele tausend Euro an die Schleuserbande, deren Kopf aus Portugal stammen soll. Die Anklage geht davon aus, dass die Gruppe im Einzelfall bis zu 15.000 Euro kassierte. In Portugal wurden Frauen angeworben, die oft aus der Drogenszene stammten und als scheinbare Ehefrauen der Nigerianer fungierten. In Nigeria beschaffte die Bande mit Hilfe von Komplizen gefälschte Heiratsurkunden. Für einige Tage wurden die Portugiesinnen dann nach Berlin geflogen.

Die groß angelegte Betrugsserie mit Scheinehen zwischen Männern aus Nigeria und Frauen aus Portugal wurde von der Berliner Polizei schon im vergangenen Jahr aufgedeckt - nun steht die Ausländerbehörde der Hauptstadt im Verdacht, entsprechende Warnungen ignoriert zu haben. Nach Recherchen des Senders RBB soll die Behörde "trotz interner Hinweise ihrer Mitarbeiter Urkundenfälschung und Betrug mit sogenannten EU-Aufenthaltskarten für Nigerianer jahrelang ermöglicht haben". Die Berliner Senatsinnenverwaltung wies den Vorwurf zurück. Am 25. Mai begann vor dem Berliner Landgericht ein Prozess gegen fünf Frauen und einen Mann. Die Betrugsmasche funktionierte folgendermaßen: Die Männer aus Nigeria bezahlten viele tausend Euro an die Schleuserbande, deren Kopf aus Portugal stammen soll. Die Anklage geht davon aus, dass die Gruppe im Einzelfall bis zu 15.000 Euro kassierte. In Portugal wurden Frauen angeworben, die oft aus der Drogenszene stammten und als scheinbare Ehefrauen der Nigerianer fungierten. In Nigeria beschaffte die Bande mit Hilfe von Komplizen gefälschte Heiratsurkunden. Für einige Tage wurden die Portugiesinnen dann nach Berlin geflogen.

Laut RBB gab es zwischen Januar 2015 und September 2017 rund 200 dieser Fälle in Berlin. Ein beträchtlicher Teil der in Berlin gemeldeten nigerianischen Staatsbürger soll sich so den Aufenthaltstitel illegal erschlichen haben.

(dpa)