Die Kohlekommission der Bundesregierung muss aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bis zum Jahresende ein konkretes Szenario für Ersatz-Jobs in den betroffenen Braunkohleregionen vorlegen. Dabei sei entscheidend, dass die konkrete Finanzierung dieses Wandels geklärt werde, hieß es aus der Magdeburger Staatskanzlei. Der Fahrplan für den Strukturwandel müsse greifen, bevor der Kohleausstieg beginne.

Details zu seinen Forderungen und Erwartungen an die Kommission will Haseloff am Dienstag in Magdeburg vorstellen. Der CDU-Politiker sitzt selbst in dem Gremium und hat schon mehrfach vor den Folgen eines schnellen Kohle-Ausstiegs für die betroffenen Regionen gewarnt.

Die Kommission war im Juni eingesetzt worden. Sie soll unter anderem festlegen, wann Deutschland aus der klimaschädlichen Verstromung von Braunkohle aussteigt. Von einem Kohle-Aus sind besonders das Mitteldeutsche Revier im Süden Sachsen-Anhalts und der Region Leipzig sowie das Lausitzer Revier in Sachsen und Brandenburg und das Rheinische Revier in Nordrhein-Westfalen betroffen. Dort hängen jeweils Tausende Jobs an der Braunkohleförderung.