• Die Bundesregierung hat daher eine Bundes-Notbremse beschlossen
  • Nächste Woche wird darüber final im Bundestag abgestimmt
  • Wie hoch sind Inzidenz und die Fallzahlen der Neuinfektionen heute, Sonntag, 18.04.2021?
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland bereits sehr viele Leben gekostet. Die Spitzenpolitiker des Staates gedenken am Sonntag der Toten. Zunächst wird in einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an die Verstorbenen erinnert (10.15 Uhr). Daran teil nehmen:
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier,
  • Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble,
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel,
  • Bundesratspräsident Reiner Haseloff (alle drei CDU)
  • und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth.
Am Nachmittag folgt eine zentrale Gedenkfeier im Berliner Konzerthaus (13.00 Uhr). Nach einer Ansprache von Steinmeier folgen Wortbeiträge von Menschen, die in der Pandemie Angehörige verloren haben. Sowohl der Gottesdienst als auch die Gedenkfeier werden live im Fernsehen übertragen.
Die dritte Welle soll umgehend gebrochen werden, um so viel weitere Todesfälle wie möglich zu verhindern. Deshalb soll kommende Woche der Bundestag eine Bundes-Notbremse über eine Änderung des Infektionsschutzgesetz beschließen. Ob das im Kampf gegen das Coronavirus hilft, wird sich dann erst noch zeigen. Bis dahin ist es Sache der Länder wie Baden-Württemberg, die geltenden lokal-regionalen Regeln durchzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat jedenfalls die in der „Bundes-Notbremse“ vorgesehen Ausgangsbeschränkungen verteidigt. Diese seien keine neue Erfindung, sondern im aktuell geltenden Infektionsschutzgesetz als Maßnahme bereits angelegt und würden in mehreren Bundesländern bereits seit Monaten angewandt, sagte sie am Freitag im Bundestag.
Wie hoch also sind die Corona-Zahlen in Deutschland aktuell? Hier sind die RKI-Fallzahlen laut Dashboard heute, am Sonntag, 18.04.2021?

Corona-Zahlen Deutschland heute: RKI-Dashboard meldet Fallzahlen, Inzidenz, Neuinfektionen am Sonntag, 18.04.21

  • Die Werte sind allerdings, so schreibt das RKI auf seinem Dashboard, aktuell mit Vorsicht zu betrachten in ihrer Vergleichbarkeit. Wegen der Meldelücken rund um die Osterfeiertage sind die Statistiken insgesamt zu ungenau, als dass ein aussagekräftiger Vergleich mit der Vorwoche möglich wäre. Viele Ämter haben fehlende Testergebnisse der Ostertage noch nicht nachgemeldet. Erst Mitte April dürften die Zahlen wieder ein stichhaltiges Bild des tatsächlichen Pandemiegeschehens in Deutschland abbilden.
  • In seinem aktuellen Lagebericht schreibt das RKI: „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders stark seien sie in den jüngeren Altersgruppen gestiegen.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es sogar 19.311 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Heute wird der Wert mit 162,3 angegeben und liegt dabei auf demselben Niveau wie gestern.
  • Der bundesweite Inzidenzwert ist vor allem von symbolischer Bedeutung und hat keine zwingenden Folgen für den Umgang mit der Pandemie. Entscheidend für das Inkrafttreten der Notbremse - Aufhebung von Lockerungen der Corona-Maßnahmen - ist die jeweilige Inzidenz in einzelnen Regionen Deutschlands.
  • Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12.2020, mit 197,6 erreicht worden.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland mehr als 3.142.262 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Nach Angaben des RKI wurden am Sonntagmorgen 67 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 79.914 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. „Zeit Online“ meldete 124neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.01.2021, erreicht worden.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 775 200 an.
  • R-Wert: Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 1,22 (Vortag: 1,24). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 122 weitere Menschen anstecken. „Der Sieben-Tage-R-Wert liegt über 1. Dies bedeutet weiterhin eine Zunahme der Fallzahlen“, hieß es im Lagebericht. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

RKI-Fallzahlen laut Dashboard: Aktuelle Corona-Zahlen und Inzidenz für die Kreise in Deutschland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das RKI-Dashboard liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co. - Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Corona-Karte der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore liefert globale Corona-Daten. Am Sonntagmorgen (18.04.2021, 6.30 Uhr) haben sich seit Pandemie-Beginn weltweit insgesamt 140.457.797 Menschen mit Corona infiziert, mehr als 3 Millionen Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Welche Länder sind weltweit am stärksten von Corona betroffenen?

  • USA: 31.527.701 Infizierte und
566.893 Tote.
  • Indien: 14.526.609 Infizierte und 175.649 Tote.
  • Brasilien: 13.900.091 Infizierte und 371.678 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 3.154.305 Infizierten und Toten.
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Inzidenz, Neuinfektionen, R-Wert und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

7-Tage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.