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Groko-Verhandlungen
Rentenbeitrag soll bis 2025 nicht über 20 Prozent steigen

Die Unterhändler von Union und SPD haben sich nach Informationen aus Verhandlungskreisen darauf geeinigt, dass der Rentenbeitragssatz bis 2025 nicht über 20 Prozent steigen soll. Das heutige Niveau der gesetzlichen Rente von 48 Prozent eines Durchschnittslohns soll erhalten bleiben.

Die Festschreibung des Beitragssatzes gilt bei den drei Parteien als möglich, weil mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer Zunahme von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen gerechnet werde, hieß es zur Begründung. Zunächst hatte der "Focus" über die Festschreibung auf 20 Prozent berichtet.

Kosten betragen rund vier Milliarden Euro jährlich

Die Fixierung des Beitragssatzes ist wichtig, weil dies auch Auswirkungen auf andere Wünsche von CDU, CSU und SPD für den Rentenbereich haben könnte. Dies betrifft etwa die von der CSU gewünschte Verbesserung der Mütterrente. Die Rentenversicherung beziffert die jährlichen Kosten dafür auf bis zu vier Milliarden Euro jährlich.

Die Lösung in den Koalitionsverhandlungen läuft nach Teilnehmerangaben darauf hinaus, dass die Kosten zum Teil aus Steuermitteln, zum Teil aus der Rentenkasse selbst aufgebracht werden sollen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte in der Nacht eine abschließende Einigung bei den Renten-Themen für Donnerstag in Aussicht gestellt.

Der Beitragssatz liegt aktuell bei 18,6 Prozent, dürfte nach offiziellen Prognosen 2023 auf 18,7 und bis 2025 auf 20,1 Prozent steigen.

(se)