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| 13:56 Uhr

Reaktion auf Zwischenfälle in Cottbus
Mehr Sicherheit in der City

 Der Schriftzug ist schon mal fertig: Malerin Nadine Sander legte letzte Hand an.
Der Schriftzug ist schon mal fertig: Malerin Nadine Sander legte letzte Hand an. FOTO: LR / Hilscher Andrea
Cottbus. Im Juni wird das neue Sicherheitszentrum eröffnet. Die Aufgaben sind breit gefächert. Von Andrea Hilscher

Pünktlich zum Stadtfest wird das viel diskutierte Sicherheitszentrum in der Berliner Straße eröffnet. Noch fehlt der Kundentresen, ein Infopunkt muss installiert, eine ganze Wand herausgebrochen werden. „Wir wollen hier Tageslicht reinbringen, transparent sein für die Bürger und einladend wirken“, erklärt Christine Napp vom städtischen Immobilienamt die anstehenden Arbeiten.

Am 20. Juni, einen Tag vor dem Stadtfest, wird das Zentrum den Betrieb aufnehmen. Geöffnet ist es von 10 bis 20 Uhr, jeweils ein Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt wird vor Ort sein. Um die zehnstündigen Schichten ohne Dienstüberschreitungen abzusichern, arbeiten die Behörden zeitversetzt. „Die Polizei ist von 10 bis 18 Uhr vor Ort, unsere Leute von 12 bis 20 Uhr“, erklärt der zuständige Dezernent Thomas Bergner (CDU).

 Ordnungsdezernent Thomas Bergner (l.), Servicebereichsleiter Martin Gransalke und Christine Napp vom Immobilienamt stellen Planungsdetails des neuen Sicherheitszentrums vor.
Ordnungsdezernent Thomas Bergner (l.), Servicebereichsleiter Martin Gransalke und Christine Napp vom Immobilienamt stellen Planungsdetails des neuen Sicherheitszentrums vor. FOTO: LR / Hilscher Andrea

Zum Stadtfest selbst werden die Öffnungszeiten ausgeweitet: Das Sicherheitszentrum dient bei Großveranstaltungen als strategischer Stützpunkt für die Einsatzkräfte. Auch an normalen Tagen können sich die Mitarbeiter der Doppelstreifen im Sicherheitszentrum zu Besprechungen treffen. „Bisher haben sie dazu das Rathaus-Foyer genutzt, das war nicht wirklich eine gute Lösung“, sagt Martin Gransalke vom Ordnungsamt.

 Ordnungsdezernent Thomas Bergner (CDU, l.) und Edgar Simmula von der Polizieiinspektion Cottbus freuen sich auf das neue Sicherheitszentrum.
Ordnungsdezernent Thomas Bergner (CDU, l.) und Edgar Simmula von der Polizieiinspektion Cottbus freuen sich auf das neue Sicherheitszentrum. FOTO: LR / Hilscher Andrea

Zusätzlicher Service für Cottbuser und Touristen

Das aber ist nur eine der vielen Funktionen, die das Zentrum übernehmen soll. „In erster Linie bieten wir den Menschen hier einen zusätzlichen Service“, erklärt Edgar Simmula, Leiter von Führungs- und Revierdienst der Polizeiinspektion Cottbus.

Heißt: Wer immer Fragen und Probleme in Sachen Sicherheit und Ordnung hat, soll im Zentrum Hilfe finden. „Statt einer anonymen Telefonstimme haben die Menschen hier reale Ansprechpartner“, freut sich Dezernent Bergner. Eine neue City-Wache, das stellt er klar, wird das Zentrum allerdings nicht. „Wir können hier zwar auch mal eine Anzeige aufnehmen, wollen aber keine Parallelstruktur zur Juri-Gagarin-Straße“, betont auch Revier-Chef Edgar Simmula.

Er möchte in dem neuen Sicherheitszentrum vor allem Präventionsarbeit leisten. Einmal wöchentlich, so der Plan, sollen Fahrradcodierungen, Sicherheitsberatungen oder Verkehrsteilnehmerschulungen in der Berliner Straße stattfinden.

Mietkosten im ortsüblichen Rahmen

Im Vorfeld der Anmietung des Standortes hatte es bei den Stadtverordneten Unmut über eine erste Mietkostenschätzung gegeben, die sich auf  44 000 Euro belaufen hatte. Christine Napp vom Immobilienamt sagt: „Zu konkreten Summen geben wir keine Auskunft, die sind Vertragsbestandteil.“ Man habe aber gut verhandelt. „Die Höhe der Miete ist ortsüblich für diesen Standort.“

Man sei froh über die 70 Quadratmeter in bester Innenstadtlage. „Hier finden uns Cottbuser und Besucher gleichermaßen“, hofft Ordnungsdezernent Thomas Bergner, der auch an der Touristeninformation über die Angebote des Sicherheitszentrums informieren will.

Vorbild ist Brandenburg/Havel

Die Stadt und das Innenministerium hatten sich im Juni 2018 darauf verständigt, ein Sicherheitszentrum einzurichten. Hintergrund der Entscheidung waren unter anderem gewalttätige Auseinandersetzungen in der Innenstadt gewesen. Als Vorbild für die Cottbuser Pläne dient ein Sicherheitszentrum in Brandenburg an der Havel.