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| 21:43 Uhr

Porno-Darstellerin gegen US-Präsident
Stormy Daniels verklagt Trump wegen Verleumdung

US-Pornodarstellerin Stormy Daniels. (Archivbild)
US-Pornodarstellerin Stormy Daniels. (Archivbild) FOTO: ap, JDD PH
Washington. Porno-Darstellerin Stormy Daniels hat den US-Präsidenten Donald Trump wegen Verleumdung verklagt. Sie reichte die Klage am Montag vor einem Bundesgericht in New York ein.

Es geht um einen Tweet, in dem Trump eine Phantomzeichnung abtut,. Auf dieser wird laut Daniels ein Mann gezeigt, der sie 2011 bedroht haben soll, damit sie zu der von ihr behaupteten Affäre mit Trump schweigt. Trump schrieb in dem Tweet vom 18. April: "Eine Zeichnung Jahre später über einen nicht existierenden Mann. Absoluter Schwindel, bei dem die Fake-News-Medien für dumm verkauft werden (aber sie wussten es)!"

In der Klage wird erklärt, der Tweet sei "falsch und verleumderisch". Die Pornodarstellerin, die bürgerlich Stephanie Clifford heißt, fordert einen Geschworenenprozess und Entschädigung in nicht genannter Höhe. Ihr Anwalt Michael Avenatti sagte am Montag: "Wir haben vor, Herrn Trump beizubringen, dass man sich nicht einfach Dinge über jemanden ausdenken und diese ohne ernsthafte Konsequenzen verbreiten kann."

Daniels hatte Trump bereits Anfang März in Los Angeles verklagt. Sie führte an, eine Vereinbarung zum Stillschweigen über die angebliche Affäre sei nichtig, weil Trump sie nicht selbst unterzeichnet habe. Es stehe ihr daher frei, Details über die Beziehung öffentlich zu machen. Trumps Anwalt Michael Cohen zahlte der Darstellerin während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 nach eigenen Angaben 130.000 Dollar. Seitdem hat die Bundesermittlungsbehörde FBI Cohens Büros und Wohnräume durchsucht.

(togr/ap/rtr)