ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 06:00 Uhr

Osteuropa
OSZE-Chef sieht wachsende Gefahr militärischer Eskalation in Europa

OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger.
OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger. FOTO: Georg Hochmuth / dpa
Wien . Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) warnt vor der steigenden Gefahr eines bewaffneten Konflikts zwischen Ost und West in Europa.

Manöver und Truppenstationierungen an der Grenze zwischen Nato und Russland führen nach Einschätzung der OSZE zu einem „Eskalationsrisiko“ und zum „Risiko von Missverständnissen“. Das sagte der OSZE-Vorsitzende Thomas Greminger Ende November. „Da gibt es Situationen, die gefährlich werden können.“

Es herrsche ein immenses Vertrauensdefizit zwischen den wichtigsten politischen Akteuren, so Greminger weiter. Es seien vertrauensbildende Maßnahmen, mehr Transparenz und mittelfristig wieder eine effektive Rüstungskontrolle nötig, meinte der Schweizer Diplomat in Wien. Auch die Situation in der Ostukraine sei extrem verfahren. „Wenn wir zur Konfliktlösung kommen, stecken wir in einer totalen Sackgasse“, sagte Greminger. Die von Russland vorgeschlagene Blauhelmmission für die Ostukraine sei zu prüfen. Bei entsprechendem politischen Willen könne es rasch eine Einigung zwischen Moskau und Kiew geben. In der Ostukraine kämpfen seit 2014 prorussische Separatisten gegen ukrainische Truppen.

(dpa/bob)