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| 07:19 Uhr

Panmunjom
Nordkorea verspricht Atom-Stopp

Panmunjom. Noch in diesem Jahr soll es einen Friedensvertrag für beide Koreas geben.

Noch in diesem Jahr soll es einen Friedensvertrag für beide Koreas geben.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seinen Willen zu einem vollständigen Abbau seines Atomwaffenprogramms bekräftigt. Beim gestrigen historischen Korea-Gipfel im Grenzort Panmunjom unterzeichnete Kim mit Südkoreas Präsident Moon Jae In eine gemeinsame Erklärung, die eine "neue Ära des Friedens" einläuten soll. Beide umarmten sich nach der Unterzeichnung. Das seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen soll noch in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden.

Für den Gipfel hatte Kim als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges (1950-1953) die Grenze überquert und südkoreanischen Boden betreten. Der Machthaber wurde direkt an der Demarkationslinie in der gemeinsamen Sicherheitszone von Moon Jae In empfangen. Beide Staatschefs begrüßten sich herzlich mit Handschlag.

Süd- und Nordkorea bestätigten in der "Panmunjom-Erklärung", ihr gemeinsames Ziel sei die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel durch "die vollständige Denuklearisierung". Für einen Friedensvertrag zum formellen Ende des Koreakrieges sollen Gespräche zu dritt mit den USA oder zu viert mit China aufgenommen werden. "Wir erklären, dass kein Krieg mehr auf der koreanischen Halbinsel ausbrechen wird", hieß es in der Erklärung.

Machthaber Kim sagte, beide Koreas sollten nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen. "Ich stehe hier und sehe, dass Süd- und Nordkorea ein Volk sind und das gleiche Blut in den Adern haben", sagte er. Beide Koreas äußerten ihre Ansicht, dass die jüngsten Maßnahmen sehr wichtig für die Denuklearisierung seien. Allerdings waren schon frühere Versprechen zur atomaren Abrüstung an der praktischen Umsetzung gescheitert. Ein Ende des Atomwaffenprogramms wird in wenigen Wochen wieder im Mittelpunkt des Treffens zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump stehen, das für Ende Mai oder Juni geplant ist.

(dpa)