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| 07:34 Uhr

Attacke auf Israeli in Berlin
Nicht an den Judenhass gewöhnen

Exklusiv | Berlin. Ein junger Israeli wird in Berlin von einem arabischen Jugendlichen übel attackiert und beschimpft. Es ist offener Judenhass, der auf dem im Internet kursierenden Video zu sehen ist. Ein Einzelfall? Eher nicht. Antisemitische Übergriffe durch muslimische Personen sind Alltag, man muss nur mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinden oder Sicherheitsexperten reden. Genaue Zahlen gibt es nur deswegen nicht, weil antisemitische Vorfälle in der Kriminalstatistik unter politisch motivierte Fremdenfeindlichkeit subsumiert werden. Das ist zu grob. Michael Bröcker

Ein junger, arabisch sprechender Mann schlägt einen Israeli in Berlin auf offener Straße mit einem Ledergürtel. Das Opfer filmt den Angriff mit seinem Smartphone. Es sind Szenen, die fassungslos machen. Wir dürfen uns an diese Judenfeindlichkeit nicht gewöhnen.

Ein junger Israeli mit Kippa wird in Berlin von einem arabischen Jugendlichen attackiert und beschimpft. Es ist offener Judenhass, der auf dem im Internet kursierenden Video zu sehen ist – selbst wenn das Opfer gar kein Jude ist. Ein Einzelfall? Eher nicht. Antisemitische Übergriffe durch muslimische Personen sind Alltag, man muss nur mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinden oder Sicherheitsexperten reden. Genaue Zahlen gibt es nur deswegen nicht, weil antisemitische Vorfälle in der Kriminalstatistik unter politisch motivierte Fremdenfeindlichkeit subsumiert werden. Das ist zu grob.

Dieses Land braucht Klarheit über die Zahl der Vorfälle und klare Antworten. Judenhass darf in Deutschland keinen Platz haben, das gilt für alle, die hier leben wollen, auch Zuwanderer. So hat es Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble treffend gesagt. Wir dürfen uns an Judenfeindlichkeit nicht gewöhnen, wie es in manchen französischen Stadtteilen passiert. Es fängt bei einer Bestrafung junger Täter wie dem hasserfüllten Schläger aus Berlin an. Was macht eigentlich der Antisemitismus-Beauftragte?