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Neuer Krach im Grenzstreit

Ljubljana. (dpa/kr) Im Grenzstreit der beiden EU-Mitglieder Slowenien und Kroatien in der nördlichen Adria haben sich die Fronten verhärtet. Sloweniens Regierungschef Miro Cerar sagte ein für die kommende Woche vorgesehenes Treffen zu diesem Thema mit seinem kroatischen Amtskollegen Andrej Plenkovic ab, berichteten die Medien am Freitag in Ljubljana.

Plenkovic habe bei der UN-Vollversammlung in New York erneut den internationalen Schiedsspruch zum Streit zugunsten Sloweniens für null und nichtig erklärt, begründete er seine Absage. Das von der EU vermittelte Schiedsgericht hatte Ende Juni Slowenien den größten Teil der seit Jahrzehnten umstrittenen Piranbucht auf der Halbinsel Istrien und einen Korridor für den "ungehinderten Zugang" zu internationalen Gewässern zugesprochen.