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| 13:49 Uhr

Osteuropa
Nato fordert bessere Straßen für Panzertransporte

Für Truppenverlegungen von Panzern und Kettenfahrzeugen sollen bessere Transportwege in Europa geschaffen werden, fordert die Nato.
Für Truppenverlegungen von Panzern und Kettenfahrzeugen sollen bessere Transportwege in Europa geschaffen werden, fordert die Nato. FOTO: Georg Hochmuth / dpa
Brüssel. Die Nato fordert von der EU und der Privatwirtschaft eine stärkere Beteiligung an den Bemühungen um eine verstärkte Abschreckung gegenüber Russland. Gefordert werden unter anderem bessere Straßen für Panzertransporte

Die Mobilität des Militärs sei maßgeblich für die Verteidigung des Bündnisses, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch zum Auftakt eines Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Die zivile Infrastruktur - Straßen, Schienennetze und Flughäfen - müsse militärischen Anforderungen entsprechen. „Die nationalen Regierungen, der private Sektor und die Europäische Union haben Schlüsselrollen“, sagte Stoltenberg.

Der Generalsekretär äußerte sich im Zusammenhang mit Plänen, die Verteidigungsfähigkeiten der Nato weiter zu stärken. Dafür sollen unter anderem ein neues Planungs- und Führungszentrum für Truppenverlegungen innerhalb Europas aufgebaut werden. Grundlage für eine zügige Verlegung von Material und Truppen sind allerdings nicht nur militärische Fähigkeiten. Für Panzertransporte nicht geeignete Straßen und Gleiswege erschweren derzeit etwa eine schnelle Truppenverlegung ins Baltikum.

Die Pläne zum Ausbau der sogenannten Kommandostruktur sind eine weitere Reaktion der Nato auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts fühlen sich insbesondere die nordöstlichen Bündnisstaaten verstärkt von dem großen Nachbarn bedroht. Bereits vor 2014 war damit begonnen worden, nach Ende des Kalten Krieges vernachlässigte Fähigkeiten wieder aufzubauen. Die Kommandostruktur wurde bislang aber nicht angepasst.

Von den 33 Hauptquartieren, die es in Zeiten des Kalten Krieges gab, sind nach Nato-Angaben heute nur noch 7 übrig. Die Personalstärke der Hauptquartiere sank von 22 000 auf 6800 Mitarbeiter.

(dpa)