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| 07:02 Uhr

Kritik aus der Türkei
Merkel betrachtet Lage in Afrin mit den "Augen von Terroristen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch im Bundestag.
Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch im Bundestag. FOTO: dpa, cgt kno
Exklusiv | Istanbul. Weil Angela Merkel den türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien verurteilte, hat die Türkei die Kritik als "bedauerlich" und auf Falschinformationen beruhend zurückgewiesen. Die Äußerungen der Bundeskanzlerin seien inakzeptabel.

"Bei allen berechtigten Sicherheitsinteressen der Türkei ist es inakzeptabel, was in Afrin passiert, wo tausende und abertausende von Zivilisten verfolgt sind, zu Tode kommen oder flüchten müssen", sagte Merkel zunächst im Bundestag. "Das verurteilen wir auf das Schärfste."

Das türkische Außenministerium verwahrte sich gegen die Kritik Merkels. "Wir halten diese bedauerlichen Äußerungen der deutschen Kanzlerin Merkel (...) über den Einsatz Olivenzweig, die nichts mit der Realität zu tun haben und auf Fehlinformationen beruhen, für inakzeptabel." Es sei merkwürdig, dass "einige unserer Verbündeten die Lage mit den Augen von Terroristen betrachten", hieß es weiter in der Erklärung des Ministeriums.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unterdessen von einem Telefonat zwischen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan. Beide hätten dabei am Mittwoch "die Bedeutung des gemeinsamen Kampfes gegen den Terrorismus" betont.

(gaa)